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"Geldsegen" für das neue Bahnhofs-Umfeld

"Geldsegen" für das neue Bahnhofs-Umfeld

Schiffweiler. Das saarländische Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr unterstützt die Gemeinde Schiffweiler in ihrem Bemühen, die Rahmenbedingungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern

Schiffweiler. Das saarländische Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr unterstützt die Gemeinde Schiffweiler in ihrem Bemühen, die Rahmenbedingungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern. Aus diesem Grund kam am Freitagmorgen Staatssekretär Dieter Grünewald ins Bürgermeisterbüro zu Verwaltungschef Markus Fuchs und überbrachte offiziell den Zuwendungsbescheid in Höhe von 137 240 Euro für den Bau einer barrierefreien Bushaltestelle am Bahnhaltepunkt Schiffweiler. In die 183 000 Euro teure Maßnahme integriert ist auch der Bau von 15 Park-and-Ride-Plätzen.Bürgermeister Fuchs erläuterte die Vorgeschichte. Die Kommune habe sich jahrelang vergeblich bemüht, mit der Deutschen Bahn AG eine Lösung zu finden, um "den Schandfleck Bahnhof samt Bahnhofsgebäude" attraktiv zu gestalten. 2008 unterbreitete dann Eberhard Veith, der Geschäftsführer des Ökoflächenmanagements der Naturlandstiftung Saar, den Vorschlag, die Naturlandstiftung werde das verfallene Bahnhofsgebäude erwerben, abreißen lassen, die Fläche von Schadstoffen befreien, eine Gabionenwand errichten, die Fläche als Parkplatz herrichten und eine überdachte Bushaltestelle aufbauen.

Abschluss im Frühjahr

Als Gegenleistung solle die Gemeinde eine ökologisch wenig sinnvoll bepflanzte Waldfläche auf Stennweiler Bann der Naturlandstiftung überlassen. Dort würden Nadelbäume gefällt und durch heimische Laubbäume ersetzt. Die finanziell klamme Gemeinde stimmte dem zu. Inzwischen hat sich am Schiffweiler Bahnhof einiges getan. Das marode Bahnhofsgebäude wurde abgerissen, das kontaminierte Erdreich entfernt, eine Gabionenwand als Absperrung zum Gleiskörper errichtet und mit dem Ausbau der Parkplatzfläche begonnen. Im Frühjahr soll die Maßnahme, so Architekt Detlef Hoffmann, abgeschlossen werden. Eigentlich hatte man mit einem früheren Ende gerechnet. Aber der Untergrund erfordert nun weitere stabilisierende Arbeiten, die laut Bauamtsleiter Hubert Dürk den finanziellen Aufwand um zirka 50 000 Euro steigen lassen.

Dieter Grünewald: "Ich habe zum ersten Mal von einem solchen Vertrag zwischen der Naturlandstiftung und einer Kommune gehört. Man darf dies als ein innovatives Element mit Charme bezeichnen. Zum einen werden die Strukturen für den ÖPNV optimiert, zum anderen durch die Umgestaltung des Waldes dem Umweltgedanken Rechnung getragen. Und als 'Landsweiler Bub' freut es mich, dass sich das Gesamtbild an der Einfahrt zu Schiffweiler nun ordentlich präsentiert."