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Kunst-Auktion
Gemeinsam für eine friedliche Zukunft

Junge Menschen aus Neukirchen haben gemeinsam ein Kunstwerk
geschaffen.
Junge Menschen aus Neukirchen haben gemeinsam ein Kunstwerk geschaffen. FOTO: Paulus
Neunkirchen. Zur Interkulturellen Woche in der Neunkircher Christuskirche schufen junge Künstler besondere Werke.

„Wir wollen zeigen, dass Christen, Juden und Muslime friedlichzusammenleben können“, sagt Khaiereddine Arfaoumi. Zusammen mit Esree Khaito aus Syrien und Mahmoud Sobh, der ursprünglich aus Jerusalem stammt, hat der Tunesier ein Bild gemalt, das jetzt auf die aus Umzugskartons bestehende Wand geklebt werden soll. Zu sehen sind drei Menschen, die sich die Hände geben und die Zeichen von drei Weltreligionen: Christentum, Islam und Judentum.


Fast 20 junge Menschen waren im Rahmen der Interkulturellen Woche in Neunkirchen in der Christuskirche zusammengekommen, um gemeinsam unter dem Motto „Eine friedliche Zukunft gemeinsam gestalten“ ein Kunstwerk aus vielen einzelnen Bildern zusammen zu fügen. Es sind Konfirmanden der Kirchengemeinde Neunkirchen, Teilnehmende aus Sprachkursen und dem Jugendmigrationsdienst der Diakonie Saar und aus Neunkircher Berufsschülerinnen. „Wir bringen junge Menschen beim Malen miteinander ins Gespräch“, erläutert Pfarrein Britt Goedeking, „und schaffen so Begegnung.“ Gleichzeitig wollen die Initiatoren wieder einen Impuls setzen für ein friedliches Miteinander der Religionen. Anlässlich der Interkulturellen Woche vor einem Jahr war das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ zu Gast in Neunkirchen. Dabei wurde eine  Skulptur mit dem Zeichen der drei abrahamitischen Weltreligionen durch die Stadt gerollt.

Dieses Zeichen wurde auch jetzt zum Abschluss mit Hilfe eines Beamers über die Bilder aller Teilnehmenden gemalt. „Wir arbeiten daran, dass der Dialog weiter geht“, sagt Walter Schnell, Mitarbeiter im Jugendmigrationsdienst der Diakonie Saar. Das entstandene Kunstwerk hat nun erst einmal einen Platz in der Christuskirche gefunden. „Wir würden uns freuen, es könnte auch eine Zeitlang im Rathaus oder in Neunkircher Schulen stehen“, wünscht sich Schnell.



Ibrahim Said aus Eritrea hat einen Baum gemalt als Synonym für die Flüchtlinge, die in Neunkirchen Zuflucht gefunden haben. „Sie wollen hier leben, wachsen und Früchte bringen und damit der Gesellschaft als Dank etwas zurückgeben“, erläutert er seinen Beitrag. Ivan Andoukin und seine Frau Maria, beide junge Spätaussiedler aus Weißrussland, steuern eine blaue Friedenstaube bei.