Kirchengemeinden Neunkirchen : Auftakt in eine (fast) normale Zeit

Am Martin-Luther-Haus in Furpach wurde das Johannisfest gefeiert.

„So richtig feiern können wir heute noch nicht“, begrüßte Pfarrer Uwe Schmidt die Gottesdienstbesucher im Martin-Luther-Haus am Johannistag. „Aber wir halten auch in schwierigen Zeiten an der guten Tradition fest!“, ergänzte er. Die neuen Regeln machten es möglich: Am Platz mussten die Besucher keine Masken mehr tragen. Außerdem darf die Gemeinde im Gottesdienst inzwischen wieder mitsingen. Der Gesang an diesem Abend wurde vom Jugendchor Chormoran aus Wellesweiler unter Leitung von Kantor Nino Deda getragen. Der Gottesdienst stand unter dem Zeichen der Erinnerung an Johannes den Täufer. Mitarbeiterinnen der Kita Arche Noah, Goethestraße, wirkten an der Gestaltung mit. Symbolisch wurde mit einem blauen Tuch der Jordanfluss im Kirchenraum ausgerollt. Aufgrund des Starkregens, der zur selben Zeit auf Furpach niederprasselte, hatte Schmidt schnell die Assoziation parat und sprach in seiner Predigt davon, dass man den Jordan richtig plätschern höre. Das schlechte Wetter tat der guten Stimmung keineswegs Abbruch. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde entsprechend der geltenden Hygieneregeln in den unteren Räumen des Martin-Luther-Hauses auf den Johannistag angestoßen.

Den Gästen war die Befreiung anzumerken: „Endlich können wir wieder miteinander singen und fröhlich sein“, sagte eine Besucherin. Für Schmidt, der sich über die Begegnungen und Gespräche freute, war der Abend ein Auftakt in eine „normalere“ Zeit. Im nächsten Jahr, so sind sich alle einig, soll auch wieder „ganz richtig“ gefeiert werden können.