Einblick ins Landhaus

Illingen. Auf 2000 Quadratmetern können sich Uschi und Werner Dörrenbächer in ihrem Illinger Möbelhaus einrichtungs- und design-technisch so richtig austoben. Permanent werden einzelne Szenarien neu gestaltet, Dekorationen verändert, neue Anbieter getestet - und immer hat das Ehepaar die perfekte Wohnwelt im Visier

Illingen. Auf 2000 Quadratmetern können sich Uschi und Werner Dörrenbächer in ihrem Illinger Möbelhaus einrichtungs- und design-technisch so richtig austoben. Permanent werden einzelne Szenarien neu gestaltet, Dekorationen verändert, neue Anbieter getestet - und immer hat das Ehepaar die perfekte Wohnwelt im Visier.

Wir wollten im Rahmen unserer Advents-Serie wissen, wie Leute ihr Zuhause möblieren, die sich seit Jahrzehnten professionell mit dem Thema "Schöner Wohnen" beschäftigen. "Kommen Sie rein", begrüßt die stets elegante Hausherrin die Eindringlinge, während ihr Gatte den Familien-Yorkshire Tommy foto-fein macht. Erster Eindruck: Das ist kein glitzernder Show-Room für aktuelle Möbeltrends, sondern ein stilvoll-gemütlicher Rückzugsort für Leute, die viel unterwegs sind und ständig kommunizieren. Ein großer Tisch in einer offen gestalteten Küche, ein heller Holzboden und recht sparsam im Raum verteiltes Mobiliar. Keine wandfüllenden Schränke, keine voluminösen Sitz- oder besser Liege-Landschaften, nichts Eingebautes, sondern sorgsam ausgewählte Einzelstücke, die miteinander harmonieren.

"Grundregel Nummer 1 beim Einrichten sollte sein", doziert Werner Dörrenbächer, "dass man sich auf das beschränkt, was man wirklich braucht". Wer nur ein paar Dutzend Bücher hat, braucht keine Bibliothek, wer gerne Filme anschaut und Musik hört, benötigt hingegen ein Möbel, das die Technik entweder fein versteckt oder attraktiv präsentiert. Bei Dörrenbächers tarnt ein mittelhoher Schrank den Flachbildschirm, die Bücher stehen hinter Glas. Dazu zwei sitzbequeme Sessel, ein kleines Sofa in zurückhaltender Farbe. Nebenbei einige ausgewählte Deko-Objekte. Kaum Form ohne Funktion.

Alles neu? Nein. Dörrenbächers schätzen Vollholz-Möbel, die ihr Geld wert sind und die Moden überdauern. Daheim im "Landhaus", wie die Familie ihr Domizil gerne nennt, wird nicht ständig umgestylt, allenfalls jahreszeitlich dekoriert.

Die Küche als Herz des Familienlebens kommt auch eher unspektakulär daher. Aus Holz natürlich und ohne technischen Schnick-Schnack oder Hochglanz-Orgien in Lack und Chrom, die mehr Arbeit machen als Freude bringen.

Ein bisschen Extravaganz erlauben sich die Profi-Einrichter aber dann doch: Die Lampen über dem Tisch und im Wohnzimmer sind mit dem Begriff "Beleuchtungsobjekte" wohl besser beschrieben.

Danke für den Besuch!

Mehr von Saarbrücker Zeitung