Illipse wurde zur Villa Kunterbunt

Illipse wurde zur Villa Kunterbunt

Illingen. Ein freches und doch liebenswürdiges Mädchen brachte am Samstagnachmittag in der Illipse in Illingen die Welt der Erwachsenen kräftig durcheinander, sehr zum Vergnügen der vielen kleinen Zuschauer

Illingen. Ein freches und doch liebenswürdiges Mädchen brachte am Samstagnachmittag in der Illipse in Illingen die Welt der Erwachsenen kräftig durcheinander, sehr zum Vergnügen der vielen kleinen Zuschauer. Doch auch die Großen im voll besetzten Saal verfolgten gespannt die Abenteuer von Pippi Langstrumpf, Hauptfigur der gleichnamigen Kindergeschichte von Astrid Lindgren, die der Theatervereins Illingen aufführte. Hauptsächlich Kinder und Jugendliche, unterstützt von einigen Erwachsenen, übernahmen die Rollen. Regie führten Silke Schröder und Caroline Zetzsche.

Pippi lebt alleine, ohne Eltern

Ort der Handlung ist hauptsächlich die Villa Kunterbunt, Pippis (Sarah Hahn) Domizil, in dem sie ohne Eltern lebt. Was rein gar nichts macht, wie Pippi gleich klarstellt, schließlich könne sie sich auch super selbst erziehen. Und alleine ist sie ohnehin nicht: Auf der Veranda des liebevoll gestalteten Kulissen-Häuschens in Rot, Gelb und Grün steht ihr Pferd, eine Pappmaschee-Figur, und auf ihrer Schulter sitzt zumeist ihr Äffchen, dargestellt von einem Stofftier. Zusammen mit den Nachbarskindern Tommy (Johannes Marx) und Annika (Lea Knödgen) haben alle einen Riesenspaß, von dem auch das Publikum angesteckt wurde. Begeistertes Kichern begleitete die zahlreichen Verfolgungsjagden: immer wieder flieht Pippi vor Frau Prysselius, die sie in ihr Kinderheim stecken will. Die Polizisten Klang (Jens Lenhoff) und Larsson (Steven Thom) lockt sie gar aufs Dach der Villa Kunterbunt und entfernt die Leiter.

Pippi hat enorme Kräfte

Drohungen helfen da gar nichts, erst durch ein "Liebe, kleine Pippi! Stell doch bitte die Leiter wieder hin!", lässt sie sich erweichen. Beeindruckt waren die kleinen Zuschauer von Pippis Kraft: Auf dem Jahrmarkt besiegt sie den starken Adolf im Ringen, die Diebe Donner-Karlsson (David Patrizzi) und Blom (Franziska Hermann) wirft sie zu Boden. Sie sind hinter Pippis Gold her, von dem sie als Tochter eines Seeräuber-Kapitäns gleich einen ganzen Koffer voll hat. Weniger gut ausgestattet ist man als Seeräuber-Spross mit guten Manieren: Bei einem Kaffeekränzchen schockiert sie die "feinen Damen". Auch die Schule wird aufgemischt, wenn Pippi dort auch nur der Gerechtigkeit halber hingeht: "Was, ihr bekommt Frühlingsferien, Sommerferien und Weihnachtsferien? Das kann ja wohl nicht sein, ich bekomme überhaupt keine Ferien!"

Als Kapitän Langstrumpf auftaucht, ist Pippi überglücklich und will mit ihm in die Welt hinaus segeln. In letzter Minute merkt sie, dass sie ihr Zuhause nicht zurücklassen kann. Tommy und Annika sind erleichtert, und mit ihnen war es das Publikum. "Uns hat es sehr gut gefallen. Vor allem, weil Pippi so lustig ist", meinten Lenya und Alina, beide zehn Jahre alt. Die Regisseurinnen sind stolz: "Absolut gelungen. Und die Kinder im Publikum sind richtig mitgegangen", freute sich Silke Schröder. Am Sonntag wurde das Stück noch einmal aufgeführt.

Auf einen Blick

Darsteller: Sarah Hahn (Pippi Langstrumpf); Johannes Marx (Tommy); Lea Knödgen (Annika); Margret Detemple (Frau Prysselius); Jens Lenhoff (Polizist Klang); Steven Thom (Polizist Larsson); David Patrizzi (Dieb Donner-Karlsson); Franziska Hermann (Dieb Blom); Jörg Zetzsche (der starke Adolf); Sebastian Öhne (Manager des Adolf); Luisa Detemple (Lehrerin); Iris Zetzsche (Frau Settergren); Luisa Detemple (Frau Granberg); Jörg Zetzsche (Kapitän Langstrumpf); Celine Senzig, Lukas De Pizzol und Jana Klos (Matrosen der Hoppetosse); Lukas De Pizzol, Lisa-Marie Klein, Jana Klos, Isabella Simmet und Emely Zimmer (Schüler); Regie führten Silke Schröder und Caroline Zetzsche. ani