Mehrheit will den Abriss

Neunkirchen. Im Streit um die Keksdose auf dem Lübbener Platz ist vor dem Saarbrücker Oberlandesgericht das Urteil gefallen. Pächter Guido Seitz muss das Gebäude räumen und an die Stadt zurückgeben (wir berichteten). Nun steht die Frage im Raum, wie es mit dem Gebäude weitergeht. Infrage kommen nur drei Optionen: eine Nutzung durch die Stadt, ein neuer Pächter oder der Abriss

Neunkirchen. Im Streit um die Keksdose auf dem Lübbener Platz ist vor dem Saarbrücker Oberlandesgericht das Urteil gefallen. Pächter Guido Seitz muss das Gebäude räumen und an die Stadt zurückgeben (wir berichteten). Nun steht die Frage im Raum, wie es mit dem Gebäude weitergeht. Infrage kommen nur drei Optionen: eine Nutzung durch die Stadt, ein neuer Pächter oder der Abriss. Über das Wochenende hat die Redaktion ihre Leser aufgerufen, per Telefonumfrage oder Facebook abzustimmen. Das Ergebnis ist eindeutig. 62,60 Prozent der 369 Anrufer waren für den Abriss, entsprechend 37,40 Prozent für den Erhalt.

Auf der Facebook-Seite der Redaktion zeigte sich ein ähnliches Bild. Nutzer Paul Bertram beispielsweise findet, "Das Ding lockt keine zahlenden Kunden an." Und Dirk Leibenguth plädiert für einen Abriss, weil dieser den Blick zur Bahnhofstraße wieder öffnen würde. "Als gebürtiger Neinkerjer Bub ist es für mich immer ein Trauerspiel, wenn ich bei Besuchen meiner alten Heimat sehen muss, was aus der ehemals geschäftigen Bahnhofstraße, Bliespromenade und dem Hüttenberg geworden ist", schreibt er.

Für die Bewahrer der Keksdose konterte Helga Ruff: "Als wenn's an der Keksdose liegen würde, dass die Bahnhofstraße tot ist . . ." Zudem gab es Vorschläge, wie das Gebäude künftig genutzt werden könnte. Markus Kennel ist beispielsweise für die Einrichtung einer Weinlounge. Andere Ideengeber wollen eine Niederlassung der amerikanischen Kaffeehaus-Kette Starbucks oder eine italienische Kaffeebar. In wieder anderen Vorschlägen ist die Rede von einer Verkehrsberuhigung der Lindenallee und einem neuen Konzept für die Stadtmitte.

Wer möchte, kann weiter über die Facebook-Seite der Neunkircher Rundschau abstimmen und eigene Vorschläge zum Rundbau machen.

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