Lob aus Illingen für den Entsorgungsverband

Lob aus Illingen für den Entsorgungsverband

Illingen. Schon im Vorfeld der jüngsten Illinger Gemeinderatssitzung (die SZ berichtete bereits) war klar, dass Illingen den Wirtschaftsplan des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) diesmal mittragen wird

Illingen. Schon im Vorfeld der jüngsten Illinger Gemeinderatssitzung (die SZ berichtete bereits) war klar, dass Illingen den Wirtschaftsplan des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) diesmal mittragen wird. Wie Bürgermeister Armin König (CDU) und der Erste Beigeordnete Christian Petra (SPD) gemeinsam verlautbarten, lobten sie den EVS ausdrücklich dafür, dass er die Grundzüge des "Illinger Gebührenmodells", das bei der letzten EVS-Versammlung noch radikal abgelehnt wurde, weitestgehend übernommen hat. Das Illinger Modell hatte in Hinblick auf den Wegfall der teuren Müllverbrennungsanlage in Neunkirchen im Jahr 2017 eine vorübergehende Verschuldung von rund zwölf Millionen Euro in Kauf genommen, um die Abfall-Gebühren stabil halten zu können. Nun habe der EVS dieses Vorgehen aufgenommen und trage sogar eine noch höhere Verschuldung (16 Millionen Euro) mit, die innerhalb von zwei Jahren wieder abgebaut werden könne. König und Petry als Sprecher der Mehrheitskooperation von SPD, Linken und Grünen im Gemeinderat fordern vom EVS aber auch einen eigenen Sparbeitrag, etwa im Bereich Personal, so wie dies auch bei den Kommunen der Fall sei.In Sachen erneuerbare Energie wurde in der Ratssitzung klargestellt, dass Illingen weder bei der Photovoltaik, noch bei Windrädern "Wildwuchs" zulassen will. So wurden vorbereitende Beschlüsse für einen Solarpark auf der ehemaligen Bauschuttdeponie Hüttigweiler und Windkraftanlagen am Flugplatz Wustweiler gefasst.

Weitere Tagesordnungspunkte in Kürze: Im Sinne des Verdichtens der innerörtlichen Bebauung wurde der Weg freigemacht für zwei neue Bauplätze in Steinertshaus. Der Erweiterung eines Betriebsgebäudes an der Heusweilerstraße 90 (Gewerbegebiet Uchtelfangen) wurde zugestimmt.

Der Jahresabschluss 2011 des Digitalisierungsservice als Integrationsbetrieb der Gemeinde wurde gebilligt. Hier wurde vereinbart, dass man eine neue, kostengünstigere Struktur für den Integrationsbetrieb erarbeiten will. Die Arbeitsplätze für behinderte Menschen bleiben davon unberührt.

Neu vergeben werden soll die Trägerschaft der Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Uchtelfangen. Dort hatte die Schul-Konferenz beschlossen, sich vom Diakonischen Werk als bisherigen Träger zu trennen, weil eine nicht hinnehmbare Personalreduzierung erfolgt sei.

Der Illinger Seniorenbeirat mit seinem Sprecher Karl-Philipp Meyer möchte einen Bewegungsparcour/Aktivpark im Hosterwald installieren lassen, was rund 25 000 Euro kosten würde.