Wiesbach mit neun Spielen ohne Niederlage

Wiesbach mit neun Spielen ohne Niederlage

Der FC Hertha Wiesbach schwimmt in der Fußball-Oberliga weiter auf einer Welle des Erfolgs. Am Samstag gewannen die Gelb-Schwarzen im Heimspiel gegen den SV Morlautern mit 3:2 (1:0) und blieben zum neunten Mal in Folge unbesiegt. Schon heute Abend spielen die Wiesbacher erneut. Sie empfangen um 18.30 Uhr den Tabellensechsten FC Karbach am Wallenborn.

Gegen den Aufsteiger SV Morlautern brauchte Wiesbach vor 300 Zuschauern 20 Minuten, um auf Touren zu kommen. Die Gäste standen tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Konter. Der FC Hertha versuchte, mit Pässen in die Schnittstelle der Morlauterer Abwehr zum Erfolg zu kommen. Aber der SV verteidigte gut. Wiesbach wurde immer stärker, erspielte sich Chancen, benötigte aber einen Standard, um in Führung zu gehen. Außenverteidiger Giovanni Runco traf mit einem Freistoß den Innenpfosten, Björn Recktenwald staubte zum 1:0 ab (45.). Aus dem Nichts erzielte Morlauterns Maurice Roth in der zweiten Halbzeit nach einem weiten Einwurf den Ausgleich (61.). Wiesbach zeigte sich unbeeindruckt und ging eine Viertelstunde später wieder in Führung. Hertha-Innenverteidiger Marius Neumeier traf nach einer Ecke per Kopf (75.). Wenig später schien die Partie entschieden. Patrick Ackermann ließ seinen Gegenspieler stehen, steuerte allein auf das Tor der Gäste zu und markierte das 3:1 (79.). In der 90. Minute gelang Morlauterns Marcell Oehler - erneut nach einem weiten Einwurf - noch der Anschlusstreffer.

"Durch das Ergebnis könnte man vermuten, dass es ein enges Spiel war. Das war es aber nicht. Wir haben uns zu Beginn schwergetan. Aber der Sieg war mehr als verdient", sagte Hertha-Trainer Michael Petry. Die Erfolgsserie seiner Mannschaft ist aufgrund der aktuellen Personalmisere noch höher zu bewerten. Gegen Morlautern saßen erneut nur drei Feldspieler auf der Bank. Darunter Lukas Schneider aus der 2. Mannschaft und Berke Bagbasi aus der A-Jugend. Die Situation bleibt in der englischen Woche angespannt, auch wenn Kapitän Mike Baier heute Abend nach Rückenbeschwerden eventuell wieder spielen kann. An das Hinspiel in Karbach hat der FC Hertha gute Erinnerungen. Beim damaligen Spitzenreiter gewann Wiesbach eine verrückte Partie mit 5:4. Von dieser Niederlage hat sich Karbach lange nicht erholt. Die Hunsrücker, die zuvor neun von zwölf Spielen gewonnen hatten, waren in den folgenden zwölf Spielen nur noch ein einziges Mal siegreich. Zuletzt hat sich die Mannschaft stabilisiert und ist seit fünf Spielen ungeschlagen. "Der FC Karbach war vor der Saison für mich der Topfavorit. Die Niederlage gegen uns hat ihnen vielleicht das Genick gebrochen. Ich kann mir vorstellen, dass sie auf Revanche aus sind", glaubt Petry. Der Trainer ist dennoch optimistisch: "Wir haben einen guten Lauf. Es macht wirklich Spaß, den Jungs zuzuschauen."