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Weiskirchen: Wo Partnerschaft aktiv gelebt wird

Weiskirchen : Wo Partnerschaft aktiv gelebt wird

20 Jahre lebendige Partnerschaft mit Bourbonne les Bains in Frankreich wurde in Weiskirchen gebührend gefeiert.

Inmitten des 39. Kurparkfestes, das unter dem Motto „Thermalquelle trifft auf Heilklima“ stand, hat die Gemeinde Weiskirchen das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Bourbonne les Bains gefeiert. Vor diesem Hintergrund hatte auch die Bürgermeisterin aus dem Nachbarland die Schirmherrschaft für das traditionelle Fest übernommen und dieses mit einem zünftigen Fassanstich vortrefflich eröffnet.

„Für mich ist die Übernahme der Schirmherrschaft eine besondere Ehre, zumal das Kurparkfest in Verbindung zum Jubiläum der Partnerschaft steht“, sagte Bürgermeisterin Dominique Richard Brice aus dem französischen Badeort. Diese Partnerschaft sei bislang mit viel Leben erfüllt worden. Ihr Dank galt allen Mitbürgern aus beiden Orten, die sich seit über 40 Jahren mit der Partnerschaft identifizieren, diese pflegen und stets neue Kontakte knüpfen. „Ein besonderer Dank geht an die ursprünglichen Initiatoren, die Schulen“, betonte die Verwaltungschefin, die ihrem Vorgänger im Amt, André Nioret, ebenfalls dankte, dass er diese Partnerschaft weiter gefördert und zusammen mit der Gemeinde aus der Taufe ins Leben gehoben habe.

„Die alljährlichen gegenseitigen Besuche der Schüler, erstmals unter Lehrer Peter Meiser, und die damit verbundenen Aufenthalte in den Familien führten zu herzlichen und persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen beider Kommunen. Addiert man die Begegnungen hinzu, die unsere Vereine und sonstigen Organisationen initiiert haben, sind alle Schichten der Bevölkerung miteinander in Beziehung getreten und haben eine Vielzahl persönlicher Kontakte geknüpft“, sagte Bürgermeister Werner Hero. Freundschaften seien etwas, was zwischen Menschen freiwillig entstehen und lebendig werden kann. Sehr aktiv in den Beziehungen seien die Feuerwehren beider Orte sowie die Blutspender des DRK-Ortsvereins, aber auch der Karnevalsverein habe sich mit Freundschaften eingebracht.

Hero dankte der Weiskircher Bevölkerung, die diese Partnerschaft mit Leben erfüllt hat, die für ein vereintes Europa stehe, so dass sich Jung und Alt näher gekommen und jetzt in Freundschaft verbunden seien. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass dieses Jubiläumsfest zur Vertiefung der Kontakte beitrage und neue fördere. „Das Fest soll uns unvergessliche Augenblicke bescheren und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen“, betonte Hero.

 Gekonnt schlug Bürgermeisterin Dominique Richard Brice mit Werner Hero das erste Fass beim Kurparkfest an. Hintere Reihe von links: Alain Barel, Franz-Josef Schudell, Peter Meiser.
Gekonnt schlug Bürgermeisterin Dominique Richard Brice mit Werner Hero das erste Fass beim Kurparkfest an. Hintere Reihe von links: Alain Barel, Franz-Josef Schudell, Peter Meiser. Foto: Erich Brücker
 Bürgermeister Werner Hero (Mitte) überreicht an Toni Aarnink (link) und Franz Josef Schudell (rechts) die Gräfin-Jutta-Medaille in Gold mit Ehrenurkunden.
Bürgermeister Werner Hero (Mitte) überreicht an Toni Aarnink (link) und Franz Josef Schudell (rechts) die Gräfin-Jutta-Medaille in Gold mit Ehrenurkunden. Foto: Erich Brücker

Vom Comité de Jumelage hob deren Vorsitzender Alain Barel die Bedeutung und den Stellenwert der Partnerschaft hervor, erinnerte an viele tolle gemeinsame Begegnungen. „Die Partnerschaft ist wichtig, ist doch damit ein Netz von unzähligen Freundschaften geknüpft worden“, sagte Barel. Franz-Josef Schudell, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bourbonne les Bains in Weiskirchen, gab sich sicher, dass es auch in Zukunft gelingen wird, viele Menschen in beiden Kommunen motivieren zu können, damit die bislang aktive Partnerschaft weiterhin gute Früchte trägt. Zur Festeröffnung wurde Langstreckenläufer Stéphan Guédin von der Bevölkerung mit lautstarkem Beifall begrüßt. Er hatte einen Friedenslauf von mehr 150 Kilometer in den Beinen, war in Verdun gestartet, unterwegs war ihm viel Beachtung seitens seiner Landsleute geschenkt worden. „Für ein vereintes Europa, in dem Frieden herrschen soll“, lautete seine Botschaft.