Martin Timmer ist der neue Ortsvorsteher in Nohn

Nohn : Martin Timmer neuer Ortsvorsteher von Nohn

Der 42-jährige Christdemokrat folgt auf SPD-Mann Reinhold Beer, der 30 Jahre lang das Amt inne hatte.

Im Mettlacher Gemeindebezirk Nohn stellt nunmehr die CDU, in der Periode zuvor drei Mandate, für die kommenden fünf Jahre den Ortsvorsteher. In einer gut besuchten konstituierenden Sitzung des Ortsrates unter der Versammlungsleitung von Bürgermeister Daniel Kiefer wählten die neun Ortsratsmitglieder, CDU (56,4 Prozent) fünf und SPD (43,6 Prozent) vier Mandate, Martin Timmer mit acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zum neuen Ortsvorsteher, der damit die Nachfolge von Reinhold Behr (SPD) antritt.

Kiefer vereidigte den neuen Ortsvorsteher und händigte ihm die Ernennungsurkunde aus. Timmer, 42 Jahre alt, Speditionskaufmann, erst seit sechs Jahren CDU-Mitglied, nannte sich auf Anfrage einen „Frischling“ in der Kommunalpolitik, dankte allen für das entgegengebrachte Vertrauen und bot eine konstruktive und engagierte Zusammenarbeit zum Wohle von Nohn an, um den Heimatort weiterzubringen.

„Wieder Bauland für Nohn schaffen, um Perspektiven zu ermöglichen, dass die Bürger nicht abwandern müssen“, nannte Timmer den Schwerpunkt seiner Arbeit für die kommenden Jahre. Dazu möchte er die Jugend und ältere Mitmenschen gleichsam in den Fokus rücken, Bürgerhaus mit Jugendraum und Wandertourismus ausbauen. Radfahren, angeln und die Natur genießen sind seine Hobbys. Dazu ist er schon etliche Jahre als Nikolaus am Namenstag des frommen Mannes unterwegs. Der Erlös wird alljährlich gespendet.

Insbesondere hob der neue Ortsvorsteher die über viele Jahre gut erbrachte Arbeit von seinem Vorgänger Reinhold Behr samt Ortsrat hervor. Reinhold Behr (79) war seit 1989 Ortsvorsteher im 685 Einwohner zählenden Ort, darüber hinaus seit 1974 im Ortsrat sowie 40 Jahre im Gemeinderat Mettlach. „Ich habe meins gemacht, es war jetzt der richtige Zeitpunkt, das Amt in jüngere Hände gehen zu lassen“, betonte Behr, der Ortsvorsteher für alle Nohner war, gegenüber der Saarbrücker Zeitung, warum er nicht mehr kandidiert hatte. Das Dorferneuerungsprojekt vor 20 Jahren nannte er einen positiven Meilenstein für Nohn, andererseits bedauerte er, dass das geplante Sport-Schießzentrum am Scheuerhof nicht realisiert werden konnte.

In ebenfalls geheimer Wahl und auch ohne Gegenkandidat wurde Marco Theobald zum stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt. Für ihn gab es fünf Ja- sowie drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Dem neuen Ortsrat gehören neben Timmer und Theobald noch Mario Melchior, Irene Montnacher und Heinz Zender (CDU) an,  Robin Büchel Reinhard Dollwett, Sascha Maas und Markus Stein vertreten die SPD.