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Vortragsreihe Vom Deutschen Bund zum Deutschen Reich bei der CEB

Angebot der CEB in Hilbringen : Vortragsreihe „Vom Deutschen Bund zum Deutschen Reich“ startet

Eine zehnteilige Vortragsreihe über die deutsche Geschichte von 1815 bis 1871 startet am 28. September.

Dr. Wolfgang Meiers setzt seine historische Vortragsreihe bei der Christlichen Erwachsenenbildung (CEB) in Hilbringen fort. An zehn Abenden beleuchtet er „Vom Deutschen Bund zum Deutschen Reich – Deutsche Geschichte von 1815 bis 1871“, wie die Bildungseinrichtung ankündigt. Damit setzt der pensionierte Lehrer zeitlich da an, wo er im vergangenen Herbst geendet hat.

Den Auftakt bildet ein Vortrag über „Europa um 1815“ am Dienstag, 28. September, von 18 bis 20 Uhr. Dr. Meiers stellt dar, wie nach dem Ende der napoleonischen Kriege auf dem Wiener Kongress die Grundlagen für die nächsten Jahrzehnte gelegt werden. Die Hoffnungen auf Einheit und Freiheit, die in den Befreiungskriegen entstanden, werden enttäuscht. Weiter geht es am 26. Oktober mit dem Thema „Vormärz bis 1830“. Verschiedene Gruppen versuchen, die politischen und sozialen Verhältnisse zu ändern, werden aber unterdrückt. Teilweise ziehen sich die Bürger auch aus der Politik zurück.

Mit der „Entwicklung bis 1848“ beschäftigt sich der Historiker am 16. November. Vielerorts führen demokratische und nationale Bewegungen in Europa zu Revolutionen, die niedergeschlagen werden, ohne dass die Bewegungen enden. Als Beispiele nennt Dr. Meiers das Hambacher Fest und Philipp Jakob Siebenpfeifer. Einen Überblick über das „Europäische und deutsche Revolutionsjahr 1848“ gibt der pensionierte Lehrer am 7. Dezember. Er beleuchtet die Revolutionen in weiten Teilen Europas. Der Versuch der deutschen Einigung durch eine Nationalversammlung scheitert an den inneren Problemen der Verfassung und am Widerstand der Fürsten.

Mit dem Thema „Der deutsche Dualismus“ startet die Reihe am 25. Januar in das neue Jahr. Die Auseinandersetzung zwischen Österreich und Preußen, die bereits im 18. Jahrhundert entstand, wird durch die Entscheidungen des Wiener Kongresses verstärkt. Österreich kann sich zunächst noch behaupten, muss aber 1866 nach dem Deutschen Krieg aus dem Deutschen Bund ausscheiden und etabliert sich als eigenständiger Staat. Ein Bild der „Industrialisierung Deutschlands“ zeichnet Dr. Meiers am 15. Februar. Aufgrund der politischen Zersplitterung erfolgt die Industrialisierung Deutschlands später als in Großbritannien und Frankreich, dann aber bilden sich schnell industrielle Zentren. Der Historiker erläutert die Faktoren am Beispiel des Saarlandes.

„Die soziale Frage“ nimmt Dr. Meiers am 8. März in den Blick. Bauernbefreiung und Industrialisierung führen dazu, dass verarmte Schichten auf dem Land und in den Städten entstehen. Arbeiterbewegung, sozialistische Parteien, Kirchen, Unternehmer und Genossenschaften versuchen dieses Problem mit unterschiedlichen Zielsetzungen zu lösen. Die „Kulturelle Entwicklung“ behandelt der Historiker am 29. März. Neue Entwicklungen, vor allem in den Naturwissenschaften, prägen ein neues Weltbild. Die Geisteswissenschaften legen das Fundament eines nationalen Selbstverständnisses, Literatur und Kunst lassen neue gesellschaftliche Entwicklungen erkennen.

Die „Reichsgründung 1871“ steht am 26. April im Fokus. Die „Ausrufung“ des Kaiserreiches erfolgt im deutsch-französischen Krieg in Versailles. Die Fürsten entscheiden über die Einheit, mit weitreichenden Folgen für das neu entstehende Kaiserreich. „Der ‚Reichsgründer‘ Otto von Bismarck“ ist Thema des abschließenden Vortrags am
17. Mai. In der Person Bismarcks bringt Dr. Wolfgang Meiers erneut alle Faktoren zur Sprache, die diesen Zeitabschnitt (1815 bis 1871) bestimmen.

Alle zehn Vorträge finden dienstags von 18 bis 20 Uhr bei der CEB in Hilbringen statt. Die Kosten betragen 50 Euro für die gesamte Reihe. Die Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten. Weitere Infos und Anmeldung unter Tel. (0 68 61) 9 30 80, E-Mail info@ceb-akademie.de und im Internet.

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