Landrätin bekräftigt Unterstützung für Projekt „Nordsaarlandstraße“

Landrätin bekräftigt Unterstützung für Projekt „Nordsaarlandstraße“

Auch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich schaltet sich in die Diskussion um eine mögliche Wiederbelebung der Nordsaarlandstraße ein. Nach verschiedenen Stellungnahmen der letzten Tage (die SZ berichtete) bekräftigt auch sie gestern gegenüber der SZ ihre Unterstützung für das Projekt: "Ich stehe nach wie vor hinter dem Projekt und habe bisher alle meine Möglichkeiten ausgeschöpft, dieses Projekt voran zu treiben. Auf meine Initiative hin hat die Wirtschaftsförderung des Kreises ein Wirtschaftlichkeitsgutachten beauftragt und damit 2012 die Grundlage für die Aufnahme des Projektes Nordsaarlandstraße in den Koalitionsvertrag gelegt."

Naturschutzfachliches Gutachten

Doch leider habe man 2014 zur Kenntnis nehmen müssen, dass das für Straßenbau zuständige Wirtschaftsministerium aufgrund der Ergebnisse des naturschutzfachlichen Gutachtens keine Möglichkeit sieht, das Projekt umzusetzen. Sie verstehe gut, dass große Gruppen der Bevölkerung Probleme haben, der Einschätzung des Gutachtens zu folgen. Auch sie selbst sehe das Gutachten problematisch, zumal es von einem grünen Ministerium, dessen damaliger Staatssekretär Klaus Borger "ein ausgewiesener Gegner der Nordsaarlandstraße war" (Schlegel-Friedrich), beauftragt wurde. Zur Herstellung der notwendigen Transparenz in Sachen "Umweltverträglichkeit", sollte deshalb eine öffentliche Vorstellung und Erörterung des Gutachtens stattfinden. "Ich werde deshalb in einer der nächsten Kreistagssitzungen die Wirtschaftsministerin bitten, über den Inhalt und das Ergebnis des Gutachtens zu berichten", stellt die Landrätin klar.

Sie sei nach wie vor sicher, dass die Nordsaarlandstraße eine wichtige und dringend notwendige Entwicklungsachse im Landkreis darstellt. Es sollte deshalb nichts unversucht bleiben, das Projekt doch noch auf den Weg bringen. Dazu gehöre jedoch auch die Bereitschaft, sich mit dem derzeitigen Rechtsrahmen im Straßenbau auseinander zu setzen, betont Daniela Schlegel-Friedrich .

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