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Vertreter der Volksbank Untere Saar beschließen den Zusammenschluss

Losheim : Volksbank blickt mit Zuversicht auf Fusion

Die Volksbank Untere Saar hat ihre letzte Vertreterversammlung begangen. Neben harten Fakten gab es auch etwas Zeit für Wehmut.

Nicht nur Zahlen haben die Vertreter der Volksbank Untere Saar am Montag präsentiert, sondern auch Emotionen. Denn die Vertreterversammlung im Losheimer Saalbau war die letzte in der bisherigen Form. Die Vertreter haben am Montag offiziell und mit großer Mehrheit dem Zusammenschluss mit der Vereinigten Volksbank Saarlouis – Sulzbach/Saar zugestimmt (wir berichteten). Dadurch vergeben sich auch Änderungen bei der Anzahl der Vertreter – diese sinkt auf 80.

Bernd Mayer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Untere Saar, zog eine persönliche Bilanz: „Es haben sich sehr sympathische Kontakte bis hin zu Freundschaften ergeben.“ Doch hinsichtlich der Fusion bemerkte er auch: „Wenn man den Blick nach vorne richtet, ist es nicht Wehmut, sondern Zuversicht, die vorherrscht.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Thiery nutzte die Gelegenheit, sich bei den ausscheidenden Mitgliedern des Aufsichtsrates zu bedanken. Durch die Fusion setzen Michael Klasen, Hildegard Gries, Eugen von Boch und Bernd Schmidt ihre Tätigkeit nicht fort, da nur vier der bisherigen Mitglieder in den neuen Aufsichtsrat wechseln. Aufgrund der Größenordnung derBank kommen sieben Arbeitnehmer-Vertreter hinzu. Ab dem Jahr 2020 soll der Aufsichtsrat insgesamt reduziert werden.

Neben den Zahlen des Aufsichtsrats wurden bei der Vertreterversammlung auch die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahrs präsentiert. Zunächst blickte Mayer auf die gesamtwirtschaftliche Situation 2018. Zwar sei die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft vorbei, aber „eine Rezession ist angesichts der doch noch robusten Binnenkonjunktur nicht zu erwarten“. Die Bilanzsumme der Volksbank Untere Saar hat sich im Berichtsjahr von 541 Millionen Euro auf 584 Millionen Euro erhöht – eine Steigerung von fast acht Prozent. Die Kundenforderungen – also Kredite – stiegen um 2,3 Prozent von 362,6 Millionen auf 371,0 Millionen Euro. „Mit circa 64 Prozent nimmt das Kreditgeschäft auf der Aktivseite die größte Position ein“, bemerkte Mayer. Die Eigenanlagen der Bank lagen bei 32 Prozent. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um neun Prozent von 405,9 Millionen auf 443,0 Millionen Euro. Auf der Passivseite machen sie nach Worten von Mayer mit 76 Prozent den größten Anteil aus.

Mayer erläuterte auch die Veränderungen im Vermittlungsgeschäft, also beispielsweise bei Baukrediten. Dieses sogenannte „betreute Kundenvolumen“ wuchs innerhalb der vergangenen vier Jahre um mehr als 220 Millionen Euro auf über 1,2 Milliarden Euro an.

Das harte Kernpaital der Bank betrug zum 31. Dezember 2018 circa 48, 4 Millionen Euro, im Wesentlichen zusammengesetzt aus dem gezeichneten Kapital, den Ergebnisrücklagen und weiteren offenen Reserven. Die gesamten Eigenmittel der Bank betrugen zum Stichtag rund 50 Millionen Euro. Die harte Kernkapitalquote beträgt 15,6 Prozent, die Gesamtkapitalquote 15,9 Prozent.

Insgesamt ergab sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 296 240,60 Euro. Hiervon werden 88 588,94 Euro als Dividende ausgeschüttet, jeweils 100 000 Euro werden der gesetzlichen Rücklage und anderen Ergebnisrücklagen zugewiesen. Die restlochen 7651,66 Euro werden als Gewinnvortrag auf neue Rechnungen genutzt.

Zum Abschluss wagte Mayer noch einen Ausblick auf das Jahr 2019. Hierfür rechne die Bank mit „einem schlechteren operativen Ergebnis“, aber dennoch mit einem „zufriedenstellenden Ergebnis vor Steuern“. Durch die Verschmelzung mit der Vereinigten Volksbank erwartet er, „durch die Bündelung der Kräfte und die Hebung von Synergien unsere Vertriebschancen weiter zu steigern und eine Kostendegression bei den Verwaltungsaufwendungen zu erreichen“.