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Viez im Blick
Jubiläum mit neuer Cidre-Spezialität und viel Musik

Luwig Müller feiert am Wochenende in Wahlen das 20-jährige  Bestehen seiner Kelterei und Brennerei. Dabei präsentiert er mit dem „Ciderman“ einen „Cidre Sarroise“ eine absolut neue Kreation.
Luwig Müller feiert am Wochenende in Wahlen das 20-jährige  Bestehen seiner Kelterei und Brennerei. Dabei präsentiert er mit dem „Ciderman“ einen „Cidre Sarroise“ eine absolut neue Kreation. FOTO: Ruppenthal
Wahlen. Zu ihrem 20-jährigen Bestehen wird die Brennerei Ludwig Müller seinen Gästen den ersten saarländische Cidre ausschenken.

Die Kelterei und Brennerei Müller in Wahlen feiert an diesem Wochenende, 25. und 26. August, ihr 20-jähriges Bestehen. Als Ludwig Müller 1997 eine gebrauchte Apfelpresse kaufte, konnte er nicht ahnen, welche Entwicklung seine ein Jahr später gegründete Kelterei nehmen würde. Nachdem er anfangs nur Apfelsaft zum Mitnehmen presste, baute er nur ein Jahr später 1999 den ehemaligen Kuh- und Schweinestall in der Wahlener Straße 100 um, um nun Apfelsaft im Lohnverfahren in Ein-Liter-Flaschen abfüllen zu können.


Presse und Anlage wurden in der Folgezeit kontinuierlich verbessert, so dass sich Ludwig Müller 2004 dazu entschloss, eine Brennanlage dazu zu kaufen und die dazugehörige Zollgenehmigung für eine landwirtschaftliche Abfindungsbrennerei zu erwerben. Ein Neubau musste dafür her, und dieser entstand folgerichtig neben der Kelterei. 2007 stellte Ludwig Müller seine Abfüllanlage von Flaschen auf das „Bag-in-Box“-Verfahren um. In der Praxis hieß das, dass die Leute ihre Äpfel brachten und hygienisch abgefüllt in Fünf-Liter Beuteln in einem stabilen, gut transportierbaren Pappkarton zurück bekamen. So hält sich der Saft problemlos bis zu zwei Jahren, nach Anbruch immerhin noch drei Monate. Der Apfelsaft kann zudem mittels eines Hahns direkt aus dem Beutel gezapft werden. „Die Mindestmenge, um eigenen Saft keltern zu lassen, liegt bei 100 bis 150 Kilo,“ erklärt Ludwig Müller. Kelterbeginn ist meist Anfang September. Die Keltersaison dauert in der Regel bis Ende November – das hängt von der Ernte ab.

 Ebenfalls im Lohnverfahren wird das Schnapsbrennen betrieben. Die Kunden bringen Ludwig Müller ihre Maische in eigenen Fässern und erhalten dann später den Schnaps aus dem eigenen Obst.



 „Ich produziere aber auch eigene Schnäpse und Liköre,“ betont Ludwig Müller. So ist sein „Lücknerwasser“ weithin bekannt und geschätzt.

 Zum 20-jährigen Bestehen hat Ludwig Müller nun sein Sortiment erweitert. Aus Apfelwein stellt er „seinen eigenen Cidre“ her. Dieser entsteht im Druckfass bei einer zweiten Gärung und wird prickelnd und feinperlig wie Champagner in tiefblaue 0,7-Liter-Flaschen abgefüllt. Auch die dazu notwendige Abfüllanlage ist aus eigener Entwicklung entstanden. Es handelt sich nach den Worten von Ludwig Müller um einen Gegendruckfüller mit Kohlendioxid, Die Neukreation hat natürlich auch einen eigenen Namen erhalten: „Ciderman – Cidre Sarroise“ prangt es auf eigens entworfenen Etiketten von den Flaschen. Und dieser erste saarländische Cidre wird auf dem Kelterei- und Brennereifest an diesem Wochenende vorgestellt und zur Verkostung gereicht.

 Live-Musik gibt es bei diesem Fest auch – am Samstag mit Paulina, einer Solosängerin mit Gitarre. Danach übernimmt DJ Reiter die Zügel am Mischpult. Die offizielle Vorstellung des „Cidre Sarroise“ erfolgt dann beim Frühschoppen am Sonntagmorgen. Zum Mittagessen gibt es passend dazu Wildspezialitäten vom Hirsch, Hirschbraten und Bratwurst, ebenfalls vom Hirsch, mit köstlichen Beilagen. Nach Kaffee und Kuchen lässt dann Ludwig Müller in gemütlicher Runde mit den Gästen sein Jubiläum ausklingen. Seit diesem Jahr ist seine Kelterei und Brennerei übrigens auch offizielles Mitglied bei „Ebbes von hei“.