1. Saarland

Lothringer Platz mitten in Orscholz

Lothringer Platz mitten in Orscholz

Orscholz. "Lothringer Platz" heißt das attraktive Fleckchen in der Orscholzer Ortsmitte, das am Freitag offiziell eingeweiht wurde. "Der Ortsrat hat nach eingehenden Überlegungen diesen Namen gewählt", sagte Ortsvorsteher Hermann Kiefer vor zahlreichen Gästen und den Amtskollegen aus Frankreich, Edmond Kiffer und Albert Harter

Orscholz. "Lothringer Platz" heißt das attraktive Fleckchen in der Orscholzer Ortsmitte, das am Freitag offiziell eingeweiht wurde. "Der Ortsrat hat nach eingehenden Überlegungen diesen Namen gewählt", sagte Ortsvorsteher Hermann Kiefer vor zahlreichen Gästen und den Amtskollegen aus Frankreich, Edmond Kiffer und Albert Harter. Es sei eine Reminiszenz an die wechselhafte Orscholzer Geschichte. Man habe zwischen Sparkasse und Weinpost einen Platz geschaffen zum Verweilen und Betrachten, der den Ortskern erheblich aufwerte."Der Platz entstand auf der Fläche der alten Haushaltsschule gegenüber der Kirche", erläuterte der Ortsvorsteher. Es habe sich angeboten, an dieser Stelle den ansprechenden kleinen Platz zu schaffen. "Er hat eine ganz wichtige Funktion, wenn der fußläufige Promenadenweg über die Borwiese zum Cloef-Atrium fertiggestellt ist", kündigte Kiefer an.

Der Lothringer Platz sei dann in Verbindung mit der Kirche und dem Dorfplatz ein echtes Zentrum. Die Mitte des im Rund mit Bänken bestückten Platzes ziert nun ein dreikantiger Stein. Seine Bedeutung erläuterte der Ortsvorsteher: "Vermutlich hat dieser Stein bereits existiert, als das nahe Lothringen zu Preußen gehörte."

Die eingemeißelten Buchstaben seien unverkennbare Hinweise auf die Orte Launstroff, Mandern, und Orscholz. Gleichzeitig deute das "P" auf Preußen, ein "F" auf Frankreich hin. Die Kombination der Buchstaben zeuge von der einstigen Größe des Ortes. "Orscholz war seinerzeit eine Gemeinde mit 21 Ortsteilen", so Kiefer. Auf sechs Schautafeln erfährt der Betrachter, der auf dem Lothringer Platz innehält, einiges über die Geschichte des Steines und des Ortes.

"Mit dem Namen ist eine gute Wahl getroffen worden", betonte Mettlachs Bürgermeister, Carsten Wiemann (SPD). Vom neu geschaffenen Platz werde künftige ein Fußweg bis hin zur Reha-Klinik verlaufen, wusste der Verwaltungschef. Dadurch entstehe eine Zusammengehörigkeit im Dorf, die lange habe auf sich warten lassen. Entstanden sei der Platz nicht nur mit den Mitteln der Gemeinde. "Dieses ist ein Bestandteil der Städtebau-Förderung, denn Orscholz ist in diesem Bereich Sanierungsgebiet", bekundete Wiemann. Daher gelte sein Dank nicht nur dem Architekturbüro Kühn für die gelungene Planung, sondern auch dem Ministerium für die finanzielle Unterstützung. Die feierliche Einsegnung nahm Pfarrer Franz-Josef Leinen vor.