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Schwerkranke können bald einen Antrag auf vorgezogene Impfung stellen.

Neue Härtefallkommission : Schwerkranke können bald Antrag auf Impfung stellen

Wer an einer schweren Krankheit leidet, kann ab nächster Woche einen Antrag auf vorgezogene Impfung stellen. Eine Kommission, bestehend aus Ärztekammer-Präsident Dr. Josef Mischo, einem Medizin-Ethiker, einem Juristen und zwei Landtagsabgeordneten, soll dann über die Einzelfälle entscheiden.

Das Gesundheitsministerium begründete dies damit, dass in der bestehenden Priorisierung der Ständigen Impfkommission und der des Bundesgesundheitsministeriums nicht alle Krankheitsbilder und Impf-Indikationen abgebildet seien. Gesundheitspolitiker der großen Koalition hatten zuletzt als Beispiele Krebs- und Transplantationspatienten sowie Patienten mit schweren Nerven- oder Lungenkrankheiten genannt.

Die Anträge müssen schriftlich gestellt werden und Angaben zur Person, eine kurze Begründung und ärztliche Unterlagen (nicht älter als vier Wochen) enthalten. Letztere sollen belegen, dass es sich um einen Härtefall handelt, und darlegen, dass ein besonders hohes Risiko für einen schweren und tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion besteht. Auch muss der behandelnde Arzt von der Schweigepflicht entbunden werden. Eine beim Gesundheitsministerium eingerichtete Geschäftsstelle soll der Kommission geeignete Fälle vorlegen.

Anträge können ab Dienstag, 16. Februar 2021, gestellt werden. Informationen zur Antragsstellung und das notwendige Antragsformular sind ab diesem Tag auf der Impf-Webseite des Saarlandes zu finden:

www.impfen.saarland.de