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Corona im Saarland: Inzidenz niedriger als im Deutschland-Durchschnitt

Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts : Das Saarland steht bei der Corona-Inzidenz jetzt deutlich besser da als der Bundesschnitt

Eine lange Zeit haben die saarländischen Werte der Neuinfektionen innerhalb einer Woche in der Corona-Pandemie über denen im bundesweiten Vergleich gelegen. Jetzt zeigt sie bereits mehrere Tage eine positive Tendenz. Auch an diesem Sonntag melden die Experten für fast alle Regionen im Land sinkende Werte. Es gibt nur einen Ausrutscher nach oben.

130 neue Corona-Fälle binnen eines Tages hat das Robert-Koch-Institut (RKI) im Saarland registriert. Diese Angabe machen die Experten am Sonntag, 12. September. Seit dem Pandemie-Beginn sind 45 971 Fälle zusammengekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland liegt nun bei 77,2 (Vortag: 81,8).

Das RKI meldet keine weiteren Todesfälle in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Saarland bleibt damit bei 1040.

Auf den Intensivstationen der saarländischen Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Sonntag weiterhin 26 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung. Zwölf von ihnen mussten beatmet werden. Damit ist die Lage seit Freitag gleich geblieben.

Der Landkreis Saarlouis bleibt an der Spitze der Neuinfektionen innerhalb einer Woche, auf 100 000 Einwohner hochgerechnet (100,7) Gefolgt wird der Kreis Saarlouis vom Stadtverband Saarbrücken (88,2).

Der Landkreis Merzig-Wadern hat mit 31,9 die niedrigste Inzidenz. In Neunkirche gab es zum Vortag keine Veränderung. Der Wert liegt weiterhin bei 61,8. In allen landkreisen sank übrigens die Sieben-Tage-Inzidenz. Bis auf eine Ausnahme: In St. Wendel erhöhte sie sich von 52 auf 59. Die Inzidenzien im Saarland zwischen den einzelnen Regionen sind sehr unterschiedlich.

Die Corona-Zahlen für Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 80,2. Am Vortag hatte der Wert bei 82,8 gelegen, vor einer Woche bei 83,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7345 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 4.15 Uhr wieder. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10 453 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden acht Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 077 640 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 823 500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 606.