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Kulturprogramm zeigt, wie Inklusion geht

Kulturprogramm zeigt, wie Inklusion geht

Saarbrücken. Gelehrig saugen die Jugendlichen all das auf, was der Afrikaner Max Bousso ihnen im Jugendzentrum (Juz) Försterstraße an der afrikanischen Trommel zeigt. Kaum einem fällt auf, dass bei diesem Workshop ganz normale Jungs und Mädchen gemeinsam mit Jugendlichen musizieren, die ein Handycap haben

Saarbrücken. Gelehrig saugen die Jugendlichen all das auf, was der Afrikaner Max Bousso ihnen im Jugendzentrum (Juz) Försterstraße an der afrikanischen Trommel zeigt. Kaum einem fällt auf, dass bei diesem Workshop ganz normale Jungs und Mädchen gemeinsam mit Jugendlichen musizieren, die ein Handycap haben.Und genau das bedeutet Inklusion - Menschen mit und ohne Behinderung machen etwas gemeinsam, als gebe es die körperlichen und geistigen Handicaps nicht. Alle trommeln und singen sie gemeinsam: "Afrika, Afrika, Afrika Jambo."

Unter dem Titel "Begegnung ohne Barriere" (BoB) hat der Verein Zweite Chance Saarland gemeinsam mit Partnern aus dem Saarland und Frankreich ein Projekt ins Leben gerufen, welches seine Premiere am Sonntag, 23. September, feiern wird: Dann zeigen die Jugendlichen des Vereins - gemeinsam mit Jugendlichen aus Metz-Borny in Frankreich und Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen aus verschiedenen saarländischen Einrichtungen wie der Lebenshilfe Merzig, dem Café Courage Dillingen und dem Werkstattzentrum für behinderte Menschen der Lebenshilfe - mit einer großen Bühnenshow, was in ihnen steckt. In Workshops im Bereich Musik, Gesang, Tanz und Zirkus haben die Jugendlichen und Erwachsenen nicht nur gelernt, wie sie sich künstlerisch ausdrücken können, sondern auch, was es heißt, miteinander zu arbeiten und gemeinsam ein Projekt zu realisieren. Das Projekt "Begegnung ohne Barriere" ermöglicht es jedem - einzeln und in der Gruppe - seine eigenen künstlerischen Handlungen und deren Auswirkungen zu erfahren und auf das Leben in der Gesellschaft zu übertragen, ganz nach dem Motto: "Das Leben ist schön". Insgesamt 80 Jugendliche und Erwachsene werden am 23. September in der Saarlandhalle zeigen, was sie gemeinsam erarbeitet haben. Zum Beispiel im Trommelworkshop mit Max Bousso.

Die Zuschauer können eine spannende Reise in verschiedene Welten erwarten: Heiße Trommelrhythmen führen sie nach Afrika, Tanz und Gesang nach Asien - oder sie finden sich wieder als Gast in einem Zirkus, der sie wahrlich staunen lässt. Dies sind nur ein paar Auszüge aus der insgesamt 90-minütigen Show. "Unter Inklusion verstehen wir, dass jeder Mensch vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen kann - und zwar von Anfang an und unabhängig von seinen individuellen Fähigkeiten, seiner ethnischen wie sozialen Herkunft, seinem Geschlecht oder Alter", erläuterte Gesamtprojektleiter Saeid M. Teimouri. Er organisiert die Aufführung in der Saarlandhalle.

"Begegnung ohne Barriere", Sonntag, 23. September, ab 18 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr, Saarlandhalle; Eintritt zwei Euro.

 Gesangsprobe für "Begegnung ohne Barriere" im St. Johanner Jugendzentrum Försterstraße: (von links) Ayse Aydemir, Megane Pfister, Mariline Zehmar, Sophie Freund und Kim Malter. Foto: Becker&Bredel
Gesangsprobe für "Begegnung ohne Barriere" im St. Johanner Jugendzentrum Försterstraße: (von links) Ayse Aydemir, Megane Pfister, Mariline Zehmar, Sophie Freund und Kim Malter. Foto: Becker&Bredel
 Gesangsprobe für "Begegnung ohne Barriere" im St. Johanner Jugendzentrum Försterstraße: (von links) Ayse Aydemir, Megane Pfister, Mariline Zehmar, Sophie Freund und Kim Malter. Foto: Becker&Bredel
Gesangsprobe für "Begegnung ohne Barriere" im St. Johanner Jugendzentrum Försterstraße: (von links) Ayse Aydemir, Megane Pfister, Mariline Zehmar, Sophie Freund und Kim Malter. Foto: Becker&Bredel
 Gesangsprobe für "Begegnung ohne Barriere" im St. Johanner Jugendzentrum Försterstraße: (von links) Ayse Aydemir, Megane Pfister, Mariline Zehmar, Sophie Freund und Kim Malter. Foto: Becker&Bredel
Gesangsprobe für "Begegnung ohne Barriere" im St. Johanner Jugendzentrum Försterstraße: (von links) Ayse Aydemir, Megane Pfister, Mariline Zehmar, Sophie Freund und Kim Malter. Foto: Becker&Bredel

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