1. Saarland

Kletterrosen als Symbol der Freundschaft

Kletterrosen als Symbol der Freundschaft

50 Jahre Elysée-Vertrag feierten am Dienstag die Partnerschulen Collège François Rabelais in L'Hôpital sowie die Schule am Warndtwald Überherrn. Beiderseits der deutsch-französischen Grenze wurde die gleiche Erinnerungs-Plakette enthüllt und je eine Kletterrose eingepflanzt.

Die Begegnung zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle 1963 spielten Konstantin Bode und Julian Jochum auch an der ERS Überherrn nach. Fotos: Johannes A. Bodwing

Früh am Dienstagmorgen empfing Richard Minota, Schulleiter des Collège François Rabelais in L'Hôpital, die Gäste aus Überherrn. Darunter an die 50 Schülerinnen und Schüler der Schule am Warndtwald mit Schulleiter Carsten Broy, Überherrns Bürgermeister Bernd Gillo, dem Präsidenten des Europadenkmalvereins, Klaus Schoenen, sowie die Vorsitzende des Förderkreises Partnerschaft Überherrn, Dorothee Guldner.

Beide Schulen feierten sowohl in L'Hôpital wie in Überherrn den 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages. An die "großen Visionäre Adenauer und de Gaulle" erinnerte dabei Richard Minota im Eingangsbereich des Collège. Der französische Bürgermeister Gilbert Weber betonte die Bedeutung von Zusammenarbeit und Austausch über die Grenzen hinweg. Nach langer "Erbfeindschaft" und verlustreichen Kriegen habe dieses Abkommen beide Länder immer enger zusammengeführt, sagte Bernd Gillo über den am 22. Januar 1963 unterzeichneten Elysée-Vertrag. Wesentliches dazu hatte der Europadenkmalverein Berus in einer Broschüre zusammengefasst.

"Ich bin noch im Krieg geboren", sagte dessen Präsident Kurt Schoenen. Den Vätern der deutsch-französischen Freundschaft sei für den Schritt zu danken, der seit Jahrzehnten Frieden schaffe. Die so genannte "Rosengeschichte" spielten ein deutscher und ein französischer Schüler nach. Darin verglich de Gaulle 1963 Verträge mit jungen Mädchen, die wie Rosen nur kurz blühten.

Adenauer hingegen betonte die Widerstandsfähigkeit dieser Blume, was auch für die Freundschaft beider Länder gelte. Rund 25 Schülerinnen und Schüler des L'Hôpitaler Collège, Schulleiter Minota, Monique Luxembourger, Präsidentin der Jumelage L'Hôpital, und weitere Offizielle nahmen anschließend an der gleichen Feier ihrer Überherrner Partnerschule teil.

Dort sangen Schüler bilingualer Klassen wiederum die "Ode an die Freude" auf Französisch und Deutsch sowie einen eigens komponierten Rap. Im Anschluss wurde auch hier eine Erinnerungstafel enthüllt. Die Kletterrosen beider Schulen brauchen noch einige Jahre, derzeit ragen sie als kurze Stiele aus dem Erdreich.