Gelebte Freundschaft über die Grenze hinweg

Die Gemeinde Überherrn und die Stadt L'Hôpital pflegen seit Jahrzehnten eine Partnerschaft. Diese gelebte Freundschaft bildete am Wochenende den Rahmen einer zweitägigen Feier am Europa-Denkmal in Überherrn-Berus.

Viel Betrieb herrschte am Wochenende rings um das Denkmal der großen Europäer in Berus. Dort eröffneten Jagdhorn-Bläser am Samstagnachmittag eine zweitägige Feier zu Ehren der seit Jahrzehnten gelebten deutsch-französischen Freundschaft. "Wir machen ein großes Fest", verkündete Überherrns Bürgermeister Bernd Gillo (CDU). Wesentlicher Anlass dafür war der Elysée-Vertrag von 1963, den Charles de Gaulle und Konrad Adenauer unterzeichneten.

Auf die Intensität dieser Freundschaft verwies Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Adenauer sei zum Spatenstich für das Denkmal hier gewesen, und Menschen wie in Überherrn und L'Hôpital lebten die grenzüberschreitende Freundschaft im Alltag. Der Maire von L'Hôpital, Gilbert Weber, erinnerte auch an den Hindenburgturm. In den 30er Jahren war dieser ein gegen Frankreich gerichtetes Symbol der Macht. Heute stehe dort das Europäer-Denkmal als Zeichen der Verbundenheit.

Fünf Jahre nach dem Elysée-Vertrag wurde die Partnerschaft zwischen Überherrn und L'Hôpital ins Leben gerufen. Dies war auch Anlass zum Feiern wie die 20-jährige Partnerschaft des Förderkreises Partnerschaft Überherrn, 30 Jahre Partnerschaft zwischen der Schule am Warndtwald Überherrn und dem Collège Rabelais in L'Hôpital und 45 Jahre Fördergemeinschaft Teufelsburg.

Weihrauch hing am Sonntagmorgen in der Luft bei einer deutsch-französischen Messe in der Beruser Pfarrkirche. Anschließend ging es unter Begleitung der Spielgemeinschaft Musikverein Altforweiler und Berus im Festzug durch den Ort und hinauf zum Denkmal. Dort war der offizielle Festakt mit Schirmherrin und Innenministerin Monika Bachmann (CDU).

Eine Überraschung hatte die Bevollmächtige für Europaangelegenheiten, Helma Kuhn-Theis, dabei. Sie überreichte Gillo und Weber die Partnerschaftsplakette der saarländischen Landesregierung.