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Kuriose Kreisliga: 23 Gegentore in einem Spiel

Homburg. In der Fußball-Kreisliga A Bliestal ist die Zwei-Klassen-Gesellschaft von Top-Teams und Kellerkindern in dieser Saison noch krasser. Das zeigen auch die Ergebnisse vom Wochenende. Im Spitzenspiel empfängt am Sonntag Tabellenführer SV Oberwürzbach den Dritten SV Bruchhof-Sanddorf. sho

Am vergangenen Wochenende ging es in der Fußball-Kreisliga A Bliestal wieder einmal turbulent zu. Der Tabellendritte SV Bruchhof-Sanddorf um Trainer Thomas Albrech schickte den TuS Wörschweiler mit einer 23:0-Packung heim - zur Pause stand es bereits 17:0! Und der SC Union Homburg kam bei der SG Parr Medelsheim mit 2:17 (0:10) unter die Räder. Die beiden so derart unterlegenen Mannschaften wurden von den Gastgebern nach dem Abpfiff für ihr faires Verhalten gelobt, aber solche Ergebnisse stellen den sportlichen Stellenwert einer Liga in Frage. "Wir hoffen darauf, dass nicht noch weitere Mannschaften abmelden werden. Denn bereits jetzt ist der Spielplan total zerstückelt", sagt der Bruchhofer Pressewart Thomas Clemenz.


Nach dem Rückzug des SC Olympia Calcio Neunkirchen II und dem FC Niederwürzbach vor Saisonbeginn gehören der Liga nur noch 13 Mannschaften an. Da der Spielplan nicht mehr kurzfristig umgeschrieben werden konnte, sind nun in der Regel sonntags drei Mannschaften ohne Einsatz. Noch schlimmer trifft es die Reserve-Mannschaften der Kreisliga B Bliestal. Dort sind nur noch zehn Mannschaften gemeldet. "Allerdings ist das in unserem Fall gar nicht so schlecht, da wir nur sechs, sieben feste Spieler für die Zweite haben und bei den wenigen Begegnungen im Vorfeld besser planen können", meint der Oberwürzbacher Trainer Eric Baus.

Sportlich ist die A Bliestal dreigeteilt. Die ersten sieben Teams begegnen sich weitgehend auf Augenhöhe. Dahinter folgt ein kleines Mittelfeld, während die Union, Wörschweiler und der TuS Lappentascherhof nicht Letzter werden wollen.



An diesem Sonntag kommt es nun um 15 Uhr zum Spitzenspiel zwischen Spitzenreiter SV Oberwürzbach (acht Siege aus acht Spielen) und Bruchhof-Sanddorf (fünf Punkte zurück). "Wir spielen viel lieber zu Hause auf unserem großen Rasenplatz als auswärts. Das wird ein ganz enges Spiel", vermutet Baus. Fraglich ist unter anderem der Einsatz des angeschlagenen Jens Ebersold (Knieprobleme). "Wir haben bereits in Kirkel unnötig 2:3 verloren und dürfen jetzt nicht noch mal verlieren", sagt Clemenz.

Während der TuS Wörschweiler jetzt spielfrei ist, will die Union um Trainer Ralf Niemann am Sonntag um 15 Uhr zu Hause im Kellerduell gegen Schlusslicht TuS Lappentascherhof den zweiten Saisonsieg einfahren.