1. Saarland

"Ein bisschen Frieden"

"Ein bisschen Frieden"

St. Wendel. "Wir wollen heute Abend nicht trauern, denn Trauer gibt es in Syrien schon genug. Wir wollen feiern und Spaß haben und uns darüber freuen, dass wir anderen Menschen helfen können." Mit diesen Worten eröffnete Christof Scheid am Dienstagabend die große Benefizgala im St. Wendeler Saalbau

St. Wendel. "Wir wollen heute Abend nicht trauern, denn Trauer gibt es in Syrien schon genug. Wir wollen feiern und Spaß haben und uns darüber freuen, dass wir anderen Menschen helfen können." Mit diesen Worten eröffnete Christof Scheid am Dienstagabend die große Benefizgala im St. Wendeler Saalbau. Scheid hatte die Gala unter der Trägerschaft des Jochen-Rausch-Zentrums organisiert, der Erlös dieser Gala kommt einer syrischen Familie zugute, die durch Schießereien in ihrer Heimat ihr ganzes Hab und Gut und sogar mehrere Familienangehörige verloren hatte (wir berichteten).Von der Idee einer Benefizgala waren viele begeistert. Nicht nur die 500 Zuschauer, die am Dienstagabend in den Saalbau strömten, auch die zahlreichen Künstler hatten alle auf Anhieb zugesagt, als Christof Scheid, selbst Kabarettist, sie zur Gala einlud. "Und das ist alles andere als selbstverständlich", betonte Scheid. "Das Besondere ist nämlich, dass heute Abend alle Künstler - und zwar ohne Ausnahme - auf ihre Gage verzichten."

Und die Künstler ließen auch nicht lange auf sich warten. Den Auftakt machte das Duo Langhals und Dickkopp, bestehend aus Jürgen Brill und Ulli Schu. Mit einem Lied über Haustiere und deren angeblicher Fähigkeit der Wettervorhersage brachten die beiden Komiker das Publikum schon gleich zu Beginn des Abends zum Toben.

Nach dem Auftritt des Komiker-Duos sprach der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald zum Publikum. Er bezeichnete die Gala als eine "großartige Sache" und erklärte weiter: "Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit der saarländischen Bundestagsabgeordneten Nadine Schön die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernehmen durfte." Im Anschluss an Recktenwalds Rede trat Jürgen Brill wieder auf die Bühne, dieses Mal aber mit seinem Sohn Jacob. Der Nachwuchsmusiker sang gemeinsam mit seinem Vater "Hey du", eine deutsche Version von Paul McCartneys Hit "Hey Jude".

Beim anschließenden Auftritt von Jolanda Jochnachel hatte das Publikum wieder viel zu lachen. Jolanda, die eigentlich mit ihrem "Jääb" als Duo unterwegs ist, war dieses Mal alleine gekommen. Der Grund, so Jolanda: "Der Jääb, der lieht im Krankehaus. Der hat es Schwenkersyndrom und musst deswehe in e Schwenkerentzugsklinik."

Magisch wurde es dann beim Auftritt von Jung-Zauberer Jakob Mathias, der mit seinen beiden charmanten Assistentinnen die Zuschauer mit fetziger Musik und verblüffenden Zaubertricks in seinen Bann zog. Es folgte eine Vorstellung der Jazz-Tanzgruppe des Kneipp-Vereins St. Wendel.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends: der Auftritt von Sängerin Nicole. Sie gab ihre Hits "Mit dir vielleicht" und "Jetzt komm' ich" zum Besten und brachte das Publikum zum Tanzen. Einen tosenden Applaus bekam sie auch nach ihrer Darbietung von "Ein bisschen Frieden".

Der "Hausmeischda" sorgte im Anschluss für viele Lacher, und auch die Hasborner Gruppe "Die Brühlleichen" brachte das Publikum zum Jubeln. Den Abschluss des Abends bildeten der Italo-Pop-Sänger Giovanni Contrino und Komiker Detlev Schönauer, besser bekannt als Jacques' Bistro.

Christoph Scheid bedankte sich in seiner Abschlussrede bei allen Künstlern, Helfern, den Zuschauern und den zahlreichen Spendern. "Ein besonderer Dank geht auch an Bürgermeister Klaus Bouillon, der uns den Saalbau für heute Abend kostenlos zur Verfügung gestellt hat." Laut Scheid sind durch die Benefizgala und die zahlreichen Geldspenden rund 8000 Euro Reinerlös zusammengekommen. "Und es kann auch gerne noch weiter gespendet werden", erklärt Scheid.

 Jakob Mathias verzauberte seine Begleiterinnen und das Publikum.
Jakob Mathias verzauberte seine Begleiterinnen und das Publikum.

Das Spendenkonto bei der Kreissparkasse St. Wendel hat die Kontonummer 59172221, Spendenquittungen können ausgestellt werden.