1. Saarland

Viel Raum für die kleinen Strolche

Viel Raum für die kleinen Strolche

St. Wendel. Im "Zwergenwald" und im "Spatzennest" sind ein Teil der 50 Kinder zuhause, welche die neue Kinderkrippe der Stiftung Hospital St. Wendel besuchen. Es gibt fünf Gruppen mit je zehn Kindern. Der jüngste Schützling der Einrichtung ist derzeit drei Monate alt. Die Räume sind hell und kindgerecht gestaltet

St. Wendel. Im "Zwergenwald" und im "Spatzennest" sind ein Teil der 50 Kinder zuhause, welche die neue Kinderkrippe der Stiftung Hospital St. Wendel besuchen. Es gibt fünf Gruppen mit je zehn Kindern. Der jüngste Schützling der Einrichtung ist derzeit drei Monate alt. Die Räume sind hell und kindgerecht gestaltet. Bei den "Marienkäfern" zum Beispiel gibt es ein Schaukelpferd, Tische, Stühle, Schränke und eine Matratze mit Spielsachen und Kissen zum Kuscheln und Toben. "Jede Gruppe hat auch einen separaten Schlafraum", erklärt Gabriele Rauber, Leiterin des Vorschulbereichs. In die kleinen Betten ziehen sich die Kinder nach dem Mittagessen zurück.Die Kinderkrippe ist in zwei Einheiten aufgeteilt, die einmal drei und einmal zwei Gruppen Platz bieten. "Zentraler Punkt in jeder Einheit ist der Essplatz samt Küche", sagt Rauber. Die Räume, die jetzt von den Kindern mit Leben gefüllt werden, gehörten einst zu dem ehemaligen Schwesternwohnheim. "Insgesamt 1000 Quadratmeter stehen den Kleinen hier zur Verfügung", sagt Karl Kasper, Direktor der Stiftung Hospital St. Wendel, stolz. Architekt Samih Rende sei es trotz der Größe der Einrichtung gelungen, diese so zu gestalten, dass man immer wieder auch das gemütliche Kleine finde. Neben den Räumen, die den Kindern im Gebäude zur Verfügung stehen, gibt es auch einen großzügigen Außenbereich. Holztiere als Wippen oder ein Klettergerüst warten hier auf die Kleinen. "Außerdem gibt es die Bobby Car-Rennstrecke", sagt Rauber und deutet auf einen angelegten Rundweg.

Fließend geht der Spielplatz der Kinderkrippe in den Spielplatz des Kindergartens über. Das war ausdrücklich gewünscht. "So haben die Kinder die Gelegenheit schon während ihrer Zeit in der Krippe ihre künftigen Erzieherinnen im Kindergarten kennen zu lernen", sagt Rauber. 200 Kinder besuchen den Kindergarten der Stiftung Hospital, der vor drei Jahren eingeweiht wurde. Für 2,3 Millionen Euro ist die ehemalige Wingertschule umgebaut worden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten an der Kinderkrippe ist nun der Vorschulbereich der Stiftung Hospital komplett. "Nach über 20 Jahren sind erstmals Krippe und Tagesstätte zu einer Einheit verschmolzen", so Kasper. Zwar habe auch die alte Kinderkrippe, die 30 Kindern Platz bot, ihren Charme gehabt, doch die neuen Räumlichkeiten bieten Kindern und Erziehern neue Möglichkeiten.

Die Sanierung und Herrichtung des ehemaligen Schwesternwohnheims zur Kinderkrippe hat 1,4 Millionen Euro gekostet. Zuschüsse gab es vom Bund (210 000 Euro), vom Land (562 000 Euro) und vom Landkreis St. Wendel (245 000 Euro). Die Stadt St. Wendel will sich mit 400 000 Euro beteiligen. Die Stiftung selbst stellt die Räume und investiert zusätzlich 300 000 Euro in den Umbau und die Herrichtung des Gebäudes.