1,8 Millionen Euro-Defizit der GBS: "Schmerzlich, nicht gefährlich"

Saarlouis. Das nach zehn Jahren Planung Ende 2008 eingestellte Wohnbau-Projekt "Contregarde Vauban" in Saarlouis hat insgesamt 3,3 Millionen Euro für Planung, Vermessung, Genehmigungen und Vorbereitung des Bodens gekostet

Saarlouis. Das nach zehn Jahren Planung Ende 2008 eingestellte Wohnbau-Projekt "Contregarde Vauban" in Saarlouis hat insgesamt 3,3 Millionen Euro für Planung, Vermessung, Genehmigungen und Vorbereitung des Bodens gekostet. 1,8 Millionen Euro davon bleiben bei der städtischen Bau-Gesellschaft GBS und verursachen dort ein Defizit von 1,77 Millionen Euro in der Bilanz 2008 (wir berichteten). Die übrigen 1,5 Millionen Euro belasten die Stadt Saarlouis. OB Roland Henz und GBS-Geschäftsführer Engelbert Feld sagten bei der Bilanz-Pressekonferenz, diese Summe wäre bei jeder Nutzung des Geländes angefallen und deswegen nicht verloren. Eine Endabrechnung werde dem Stadtrat noch vorgelegt, unterstrich Henz. Das Defizit aus diesem "Unglücksfall" sei für die GBS "besonders unerfreulich", klagte Feld. Die "extrem hohe" Eigenkapital-Quote von zuletzt 25,6 Prozent der Bilanzsumme (das sind 51,5 Millionen Euro) sei nun auf "immer noch sehr gute" 21 Prozent gesunken. "Solidität und Stabilität" der GBS seien nirgends gefährdet. Das Defizit werde aus einer "freien Rücklage" gedeckt. Die GBS werde sich bis Ende 2010 bei Investitionen wie der weiteren Modernisierung des Bestandes an 1023 Mietwohnungen und neuen Projekten "zurückhalten". Ein Fünftel des Bestandes sei "voll modernisiert". Die GBS wird nach den Angaben von Feld in den kommenden Jahren Grundstücke mit insgesamt 30 000 Quadratmetern vermarkten. Bei einem Buchwert von 3,3 Millionen Euro erwartet die GBS einen Erlös von etwa 4,2 Millionen Euro. Feld unterstrich, Saarlouis habe sich auch in den vergangenen beiden Jahren als "begehrter Wohnstandort" erwiesen. > Seite C 3: weiterer Bericht

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