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Silolaster verliert Staub auf Mülldeponie

Silolaster verliert Staub auf Mülldeponie

An der Staubverarbeitungsanlage der Firma Terrag auf der Mörsbacher Mülldeponie ist gestern wieder Staub ausgetreten. Entsprechende Merkur-Informationen bestätigte am Nachmittag die zuständige Aufsichtsbehörde, die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd. Demnach habe Terrag die Störung sofort durchgegeben, kurz nach 15 Uhr sei es da gewesen. Augenzeugen hatten berichtet, dass ein gekippter Silolaster zum Zeitpunkt des Austritts unter dem Siloturm beim Ausladevorgang gestanden habe.

Terrag-Sprecher Hubert Immesberger rekonstruierte auf Anfrage, dass an fraglichem Laster die Dichtung eines aufgeschraubten Deckels, der sogenannte Einfülldom, defekt gewesen sei. So habe Asche austreten können. Die Mitarbeiter der Anlage - die jederzeit einwandfrei funktioniert habe - hätten den Defekt bemerkt und professionell reagiert. Zunächst sei die Anlage drucklos geschaltet, dann der niedergegangene Staub befeuchtet und weggekehrt worden. Einen solchen Zwischenfall habe Terrag zum ersten Mal verzeichnet. Die Spedition des defekten Lasters sei vorläufig gesperrt worden und solle ihre Fahrzeuge nun überprüfen. Wieviel Staub ausgetreten sei, könne man nur schwer sagen, so Immesberger.

Aktuell prüft die SGD Süd einen Antrag von Terrag, künftig auch sogenannte gefährliche Stäube an der Anlage bearbeiten zu dürfen. Am 6. Oktober fand ein Erörterungstermin im Zweibrücker Ratssaal statt, nachdem Mörsbacher Einwendungen gegen den Terrag-Antrag vorgebracht hatten. Der Zweibrücker Stadtrat votierte einstimmig gegen diesen. Die abschließende Entscheidung durch die SGD Süd war noch für dieses Jahr angekündigt worden. Laut Schweikert wird es nun aber doch bis 2017 dauern.