1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Doch keine „Winterwelt“ in Zweibrücken

Doch keine „Winterwelt“ in Zweibrücken

Schlechte Kunde für Wintersportfans in Zweibrücken: Die für Januar auf dem Herzogplatz geplante „Winterwelt“ fällt aus. Der beim Betreiber TOB Events für die Planung zuständige Mitarbeiter habe gekündigt. 2018 könnte die Veranstaltung allerdings steigen.

Auf Schlittschuhbahn und Almhüttengaudi müssen die Zweibrücker doch länger warten als geplant: Die vom13. Januar bis 28. Februar auf dem Herzogplatz angedachte "Winterwelt" findet 2017 nicht statt. Der Homburger Veranstalter Thorsten Bruch mit seinem Unternehmen TOB Events musste die Reißleine ziehen. Bruch: "Bei mir hat ein führender Mitarbeiter gekündigt. Die Durchführung der Winterwelt ist also aus personellen Gründen nicht möglich." Besagter Angestellter hätte das Event in Zweibrücken organisieren sollen, seine Kündigung stehe allerdings nicht in Zusammenhang mit der Winterwelt. Bruch sieht sich aufgrund dieses Engpasses einerseits und seiner zurzeit laufenden Aktivitäten in Homburg andererseits nicht in der Lage, parallel noch die strategische Vorbereitung eines so großen Projektes zu erledigen. Bruch: "Ich plane in dieser Zeit die Veranstaltungen für das ganze Jahr. Da kann ich nicht operativ jeden Tag draußen sein." Für ihn sei die Winterwelt allerdings nicht gestorben, 2018 wolle er sie durchführen, "wenn das seitens der Stadt gewünscht ist".

Kein Ersatz

"Ich denke, wir können 2018 als Stadt noch mal drüber reden", erklärt dazu Sprecher Heinz Braun. Einen alternativen Betreiber für Januar 2017 gebe es nicht: "Das ist das Projekt von Herrn Bruch." Die Stadtverwaltung, so ergänzt Thilo Huble vom Kultur- und Verkehrsamt, bedauere, aber respektiere dessen Absage, da letztendlich er das wirtschaftliche und personelle Risiko des Projektes zu tragen gehabt hätte. Die Zweibrücker Winterwelt mit Almhütte und Eisbahn auf dem Herzogplatz hätte die Innenstadt beleben und zusätzlichen Erlebnischarakter schaffen sollen. Der Pfälzische Merkur hatte am 25. November exklusiv über Bruchs diesbezügliche Pläne berichtet.

Fürchtet Braun, dass diese Winterwelt mit ihrer Schlittschuhbahn eine Konkurrenz zu der Eishalle am Zweibrücker Flughafen sein könnte? Braun: "Es ist nicht auszuschließen, dass jemand, der unten läuft, auch noch in die Eishalle geht." In der Stadt stehe nicht nur das Schlittschuhfahren im Vordergrund, sondern das ganze Winterdorf. Auch werde sich jemand, der richtig Eislaufen wolle, kaum mit der Winterwelt begnügen, vermutet Braun.