1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Kandidaten für Oberauerbach: Jörg Wagner

Ortsvorsteherwahl Oberauerbach : Elektrotankstelle und Volleyballfeld

Nach dem Tod von Ortsvorsteher Andreas Hüther (CDU) wählen die Oberauerbacher am 13. September dessen Nachfolgerin oder Nachfolger. Eine Frau und zwei Männer kandidieren. Der Merkur stellt alle vor. Heute: Jörg Wagner (Einzelbewerber).

Die große Überraschung beziehungsweise das eher unbeschriebene Blatt unter den Kandidaten zum Ortsvorsteher von Oberauerbach ist Jörg Wagner. Der 40-jährige sieht es aber nicht als Nachteil, dass er erst seit fünf Jahren im Ort wohnt und dadurch vielleicht nicht jedem Einheimischen bekannt ist: „Ich habe den großen Vorteil, dass ich nicht befangen bin. Ich bin frei und habe einen anderen Blick auf die Dinge – ein gelösterer Blick als jemand, der schon länger da ist.“ Damit meint er, eben keine „Betriebsblindheit“ zu haben wie manch Alteingesessene. Wagner stammt aus Pirmasens, bezeichnet sich aber als „bekennendes Landei“, da er in zunächst in einem Ortsteil von Pirmasens aufwuchs, ehe er in der Stadt wohnte. Nach Oberauerbach kam er durch die Liebe: Seine Frau, mit der er eine fünfjährige Tochter hat, stammt aus Zweibrücken, die Schwiegereltern haben in Oberauerbach ein Haus gekauft, wo die Familie wohnt. Zwei Buben im Alter von neun und elf Jahren gehören noch dazu. Wagner betrachtet sie wie eigene Kinder, auch wenn seine Frau sie mit in die Ehe brachte. Der parteilose Kandidat besitzt eine Ausbildung im mittleren Dienst und arbeitet in Saarbrücken als Landesbeamter beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz. Die ausschlaggebenden Gründe, bei der Wahl zum Ortsvorsteher anzutreten, seien, dass er sich hier zuhause fühle und der positive Gedanke, etwas verbessern zu wollen. Das Leben auf dem Land sei am Aussterben, dagegen wolle er etwas tun. Eine Idee dabei sei, in Oberauerbach eine Tankstelle für Elektroautos einzurichten. Das sei sowohl etwas für die Anwohner als auch für die Gewerbetreibenden, die sich im Ortskern befinden. Dort könnte man nach den Vorstellungen Wagners auch einen Lebensmittelautomaten aufstellen. „Corona hat ja gezeigt, dass die Lebensmittelversorgung sehr wichtig ist.“ Die Bürger sollten selbst mitbestimmen, wie das Angebot des Automaten aussieht. Sowohl die Elektro-Tankstelle als auch der Automat könnten durch Solarzellen betrieben werden. „Das wären zwar schon erhebliche Kosten, aber unmöglich ist das nicht. Ich würde mir dafür auch private Sponsoren suchen.“ Eine weitere Idee Wagners ist ein Beachvolleyball-Feld, das der Kandidat gerne auf dem Spielplatzgelände errichten würde. „Dort könnte man dann ein Turnier, die ersten Oberauerbacher Open, ausrichten. Da würde dann zum Beispiel die Zweibrücker Straße gegen die Schwarzwaldstraße spielen. Falls die umliegenden Gemeinden uns herausfordern wollten, können sie das gerne tun und den Kürzeren ziehen.“