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Pferdetage am Landgestüt Zweibrücken

Pferdetage am Landgestüt : Erfolge für Lokalmatadoren

Bei den Pferdetagen am Landgestüt Zweibrücken gingen wie schon oft viele Preise an Vierbeiner des gastgebenden Vereins.

„Es war eine gelungene und rundum harmonische Veranstaltung“, fasste Achim Bauer, Vorsitzender des gastgebenden Pferdezuchtvereins Zweibrücken und Umgebung, die sehr gut besetzten Zweibrücker Pferdetage am Wochenende im Landgestüt zusammen. Was ihn besonders freut: Einmal mehr konnten die Vereinsmitglieder zahlreiche Erfolge verbuchen.

So stellte Daniel Fischer aus Thaleischweiler-Fröschen am Samstagmorgen bei der Fohleneintragung das Siegerstutfohlen. „Es stammt von meiner Stute Vincenta, mit der ich zahlreiche M-Siege und S-Platzierungen erritten habe, und dem Holsteiner Hengst Million Dollar“, erläuterte der strahlende Züchter. Die nächste Siegerschärpe für den Verein sicherte der zweite Vorsitzende, Andreas Mayer aus Knopp-Labach. Seine Verbands-Prämienstute Vaiana führte das Feld der fünf springbetonten Pferdedamen an und gewann souverän das Freispringen. Sie erreichte, ebenso wie vier weiterere Stuten, die Anwärterschaft auf die Staatsprämie. Die Dritte im siegreichen Bunde war die Zuchtgemeinschaft ZGH Hofer von Heckenaschbacher Hof Contwig. Sie gewann mit ihrer dreijährigen, selbstgezogenen Haflingerstute „Oh la la“ von Doppelbundessiegerhengst Amore Mio unter den sechs vorgestellten Haflinger-Verbandsprämienstuten. Auch die Reservesiegerin, die  vierjährige Lima von Walzerzakt, im Besitz von Claudia Wendel, kommt vom Heckenaschbacher Hof. Die beiden Stuten sind ebenfalls Anwärterinnen auf die Staatsprämie.

Beim Fohlenchampionat am Sonntag konnten sich in dem sehr starken Starterfeld von zehn Teilnehmern Claudia Wendels beide Haflingerfohlen Abraxas W von Amore Mio und Hermine W von ihrem eigenen Zuchthengst Wonder Boy an vierter und fünfter Stelle platzieren. Ihre Schwester Melanie Schütz konnte mit ihrem typ- und bewegungsstarken Reitponyfohlen Mr Millennium S, einem Sohn des Mr Right, mit Traumnoten den Reservesieg mit nach Hause nehmen.

Bei den Warmblütern erreichte das Fohlen der Zuchtgemeinschaft Reitnauer vom Berghof-Einöd aus deren Staatsprämienstute Fine Sierra das Finale und verpasste auf Rang vier mit der Wertnote 8,73 knapp das Treppchen. „Wir haben in diesem Jahr einen sehr starken Fohlenjahrgang“, kommentierte Achim Bauer mit Blick auf zahlreiche Wertnoten mit über neun von zehn möglichen Punkten, was einer Benotung zwischen sehr gut und ausgezeichnet entspricht.

Doch nicht nur dafür gab es von allen Seiten großes Lob. Am Freitagabend hatten die Gastgeber nach der Erfahrung der vergangenen Turnierwochenenden erstmals die Dreicksbahn von der Mitte des Springplatzes gedreht und unter die Bäume an der Allee verlegt. So konnten die zahlreichen Zuschauer den ganzen Tag im Schatten genießen und auch die Pferde liefen bei Temperaturen über 30 Grad erst ab den Nachmittagsstunden teilweise durch die heiße Sonne. Die Zweibrücker Jungzüchter, ohne die eine solche Veranstaltung undenkbar wäre, machten durchweg einen guten Job und halfen tatkräftig, Stuten wie Fohlen in ihr bestes Licht zu rücken. „Für mich war es eine der schönsten Veranstaltungen. Beim Sektempfang gab es viele gute Gespräche und einen regen Austausch“, freute sich Gerhardt Brengel, stellvertretender Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar, der das Fohlenchampionat ausrichtete. Er lobte die gute Organisation, den zügigen Ablauf und auch die nachvollziehbare Beurteilung durch die neuen Richter aus anderen Zuchtgebieten.