Gewalt in Zweibrücken nimmt zu

Zweibrücken. In Zweibrücken sind dieses Jahr nach jetzigem Stand 300 Straftaten mehr verübt worden als im Vorjahr. Das teilte Polizeiinspektionsleiter Stephan Bytzek im Zweibrücker Kriminalpräventionsrat mit. Zugenommen hätten "vor allem Rohheitsdelikte, Delikte gegen die persönliche Freiheit und schwerer Diebstahl". Die Zahl der Körperverletzungen stieg von 240 auf 307

Zweibrücken. In Zweibrücken sind dieses Jahr nach jetzigem Stand 300 Straftaten mehr verübt worden als im Vorjahr. Das teilte Polizeiinspektionsleiter Stephan Bytzek im Zweibrücker Kriminalpräventionsrat mit. Zugenommen hätten "vor allem Rohheitsdelikte, Delikte gegen die persönliche Freiheit und schwerer Diebstahl". Die Zahl der Körperverletzungen stieg von 240 auf 307. Bytzek betonte: "Das ist eine erhebliche Zunahme. Wir merken selbst im täglichen Dienst, mit welch zunehmender Gewalt uns gegenübergetreten wird." Bytzek rief dazu auf, "das Problem Alkohol, auch beim Stadtfest, öffentlich zu diskutieren, denn die meisten Tatverdächtigen, die wir nachts aufgreifen, sind alkoholisiert, teils kommen Drogen hinzu". Vor dem Stadtfest 2008 hatte Bytzek bereits gefordert, dort Getränke-Ausschank in Gläser zu verbieten. Dem folgten aber nur wenige Standbetreiber. Bytzek appellierte deshalb erneut, Gläser bei Festen zu verbieten. "Ich setze bewusst keine Diensthunde beim Stadtfest ein, wegen der Verletzungsgefahr durch Scherben." Dabei habe bei der Fußball-WM 2006 das Bier auch ohne Glas geschmeckt: "Das sind ja ordentliche Plastikgefäße und keine Pappbecher - das kann man durchaus auch in Zweibrücken einführen." Das Thema Fußball beschäftige die Zweibrücker Polizei seit dem Aufstieg des SVNiederauerbach sehr, berichtete Bytzek: "Wir sind jedes Wochenende mit zwei Beamten zur Fanbetreuung im Einsatz. Im Februar stehen drei große Einsätze bevor, dann spielt Niederauerbach nämlich gegen Pirmasens, Homburg und dann kommt der Hammer, Saarbrücken - da werden wir entsprechend Kräfte auffahren." Zugenommen hätten dieses Jahr auch die Anzeigen wegen Internet-Betrugs, berichtete Bytzek: "Das sind oft sehr aufwendige Ermittlungen." Erheblich zur Zunahme der Straftaten 2008 trugen auch die vielen Pkw-Aufbrüche bei, sagte Bytzek: "Ziel waren meist Navigationsgeräte. Es hat uns das ganze Jahr viele Ermittlungsstunden gekostet, da auch Ermittlungserfolge zu haben."