Erfolgreiche Jungzüchter

Der WM-Titel von Johannes Sefrin war nicht die einzige Erfolgsmeldung für den Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar. Dafür mussten die Jungzüchter im Vorfeld aber hart arbeiten.

"Wir sind Weltmeister!" Diese stolze Aussage ist überall im Zuchtgebiet zu hören, wenn das Gespräch auf die Jungzüchter kommt. Und besonders in Zweibrücken , denn Johannes Sefrin hat diesen Titel im Teilbereich Vormustern für Deutschland, für Rheinland-Pfalz-Saar, für den Pferdezuchtverein Zweibrücken und natürlich auch für sich selbst erobert. Erst im vergangenen Jahr war er deutscher Meister in der Peitschenführung. Während der 21-jährige Student an der TU-Dresden über langjährige Erfahrung verfügt, steht die Zweibrückerin Leonie Tronnier noch recht am Anfang ihrer Karriere. "Es war ein beeindruckendes Erlebnis", berichtet die Vize-Championesse der Altersklasse Iii im Regionalwettbewerb von den Wettkämpfen in Großbritannien, von dem Zusammentreffen mit Jungzüchtern aus der ganzen Welt und von stundenlangem Büffeln.

Wer in der Gesamtwertung der mehrteiligen Prüfung eine Chance haben möchte im Jungzüchter-Wettbewerb, muss in der Theorie gut abschneiden. Leonie verrät: "Wir hatten mehr als 300 Fragen und Antworten zu lernen - auf englisch natürlich." Die Fachbegriffe mussten sitzen, um die Fragen nicht nur verstehen, sondern auch verständlich und korrekt beantworten zu können - da half auch der Englisch-Leistungskurs nicht wirklich weiter. Etwas unterschiedlich handhabten die einzelnen Länder dann das Vormustern der Pferde , wie die Vorstellung an der Hand im Fachjargon heißt.

"Die Kanadier führen ganz anders als wir", staunt die junge Pferdeexpertin. Sie fand es toll auf Gleichgesinnte von der anderen Seite des Globus zu treffen. "In zwei Jahren soll die WM in Kanada sein", freut sie sich auf die außergewöhnliche Reise. Ein Ansporn mehr, um viele Stunden Freizeit mit Lernen und Üben zu verbringen. Auch beim Goldenen Zweibrücker Herbst am Wochenende im Landgestüt sind die jungen Pferdeexperten voll im Einsatz, um dabei zu helfen, Pferde vorzubereiten und vorzustellen, Hindernisse auf- und abzubauen und selbst als Stars in der Manege mitzuwirken.

Außergewöhnlich wird ihr Schaubild bei der großen Gala "Nacht der Pferde " am Samstagabend im Landgestüt. Bislang bestachen die 20 jungen Pferdemenschen aus Zweibrücken und vom Pferdezentrum Standenbühl eher mit komischen Einlagen. In diesem Jahr wollen sie einmal zeigen, wie es auf einem Jungzüchterwettbewerb zugeht.