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Der Jubel kannte diesmal GrenzenFlughafen-Chef Boßlet bester Torschütze

Der Jubel kannte diesmal GrenzenFlughafen-Chef Boßlet bester Torschütze

Zweibrücken. Trotz des Gewinns des dritten Platzes bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika war am Samstagabend wenig Euphorie beim Public Viewing in der Vertiefung hinter der Zweibrücker Alexanderskirche zu spüren. Zwar immerhin rund 600 Zuschauer wollten sich den letzten Auftritt von Jogis Jungs auf der Leinwand ansehen

Zweibrücken. Trotz des Gewinns des dritten Platzes bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika war am Samstagabend wenig Euphorie beim Public Viewing in der Vertiefung hinter der Zweibrücker Alexanderskirche zu spüren. Zwar immerhin rund 600 Zuschauer wollten sich den letzten Auftritt von Jogis Jungs auf der Leinwand ansehen. Doch nur einen kurzen Jubelschrei und verhaltenes Klatschen gab es nach dem Führungstreffer durch Thomas Müller. Das Gegentor noch vor dem Halbzeitpfiff wurde fast teilnahmslos hingenommen. "Die werden das Spiel schon noch richten - und wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Die Nationalmannschaft hat wieder richtig Spaß gemacht, und das junge Team wird weiter reifen", zeigte sich Andreas Ginda zufrieden mit dem Turnierverlauf. "Wer England und Argentinien so vorführt, hätte mehr verdient - aber vor der spanischen Mannschaft muss man den Hut ziehen", fügte er hinzu. Auch sein Kollege Sascha Baumann brach eine Lanze für die deutschen Kicker: "Mit diesem Abschneiden, vor allem der spielerischen Art und Weise, hätte ich nach dem Verletzungspech in der Vorbereitung nicht gerechnet." Für ihn hat dieser Erfolg einen Namen: Joachim Löw. "Jogi muss weitermachen, da seine Handschrift zu erkennen ist und diese junge Truppe noch weiter reift."Selbst Uruguays Führungstreffer brachte die Stimmung hinter der Alexanderskirche nicht zum Kippen. Musste sie auch nicht. Marcell Jansen und Sami Khedira sorgten mit ihren ersten beiden Turniertreffern für die erneute deutsche Führung. Nach dem Spiel gab es wieder lediglich verhaltenen Jubel unter den Fans. Der nach WM-Siegen obligatorische Autokorso durch die Zweibrücker Innenstadt fiel ebenfalls klein aus. Gerade einmal eine Handvoll Autos befuhren hupend die Fruchtmarktstraße. "Die Luft ist etwas raus. Das Spiel hätte man sich schenken können", meinte Zuschauerin Heike Drossel: "Jeder Fußball-Fan in Deutschland hat nach den Leistungen aus der Vor- und K.o.-Runde mit dem Einzug ins Finale gerechnet und ist jetzt sichtlich enttäuscht." Dass sie trotzdem zum Public Viewing der Vereinigten Wirte Zweibrücken kam, machte sie, um sowohl der Mannschaft als auch den Veranstaltern für vier Wochen tolle Arbeit zu danken. Dieser Dank tat den Verantwortlichen gut. "Es war unglaublich anstrengend und kräfteraubend. Wir sind jetzt alle froh, wenn es vorbei ist und der Alltag wieder einkehrt", berichtete Hobbit-Besitzer Thorsten Albrecht. Immer wieder standen er und seine Kollegen von Unikum, Pfälzer Hof und Bierbrunnen vor neuen Herausforderungen: Nach dem ersten Spieltag eine größere Leinwand besorgen. Anschließend einen tageslichtfähigen Beamer für mehr Kontrast bei den Mittagsspielen. Dazu die Unterstützung der Bundeswehr mit einem Tarnnetz zum Abdunkeln des Platzes - und schließlich die Sommerhitze. "Wir haben extra Wasserschläuche zum Abspritzen der Zuschauer bei all zu hohen Temperaturen eingesetzt und zudem die Preise für Mineralwasser gesenkt", berichtete Günther Gaudeck vom Pfälzer Hof.

Mit der Resonanz beim Public Viewing, zumindest bei den deutschen Spielen, waren alle beteiligten Wirte zufrieden. Etwas weniger glücklich zeigten sie sich über den Zuspruch für die Konzertabende an der Alexanderskirche. "Enttäuschend", brachte Albrecht seine Stimmung auf den Punkt.

 Der verhaltene Jubel nach dem Führungstreffer von Thomas Müller. Die Stimmung blieb gedämpft, aber zufrieden. Fotos: mw
Der verhaltene Jubel nach dem Führungstreffer von Thomas Müller. Die Stimmung blieb gedämpft, aber zufrieden. Fotos: mw
Der Jubel kannte diesmal GrenzenFlughafen-Chef Boßlet bester Torschütze

Zweibrücken. Flughafen- und EBZ-Chef Werner Boßlet ist der Sieger beim zweiten Zweibrücker Promi-Torwandschießen, initiiert von Chefarzt Matthias Stopp. "Beim ersten Wettkampf vor drei Wochen hab ich gar nicht getroffen. Da hat mich heute der Ehrgeiz gepackt", erklärte Boßlet gestern nach seinen drei Treffern. Mit je zwei Toren mussten Rimschweilers Ortsvorsteher Henno Pirmann und Schreinermeister Thomas Eckerlein ins Stechen. Dabei setzte sich Eckerlein durch. Das Teilnehmergeld kommt dem neuen Kinderprojekt des TSC Zweibrücken zugute. mw