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Stadt druckt nicht mehr den Ernstweiler Ausblick

Stadt druckt nicht mehr den Ernstweiler Ausblick

Ernstweiler. Der Ernstweiler Ausblick wird künftig nicht mehr kostenlos in der städtischen Druckerei erstellt, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage von CDU-Ratsfraktionschef Eckhart Schiller (Fotos: pma). Gründe nennt Oberbürgermeister Helmut Reichling in der Antwort nicht

Ernstweiler. Der Ernstweiler Ausblick wird künftig nicht mehr kostenlos in der städtischen Druckerei erstellt, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage von CDU-Ratsfraktionschef Eckhart Schiller (Fotos: pma). Gründe nennt Oberbürgermeister Helmut Reichling in der Antwort nicht. "Der Ausblick wird aber weiter erscheinen", betont auf Merkur-Anfrage der Vorsitzende des Ortskartells Ernstweiler (OKE), Heinz Hofer. Das Ortskartell habe Hofers bereits Angebote bei Druckereien für das Mitteilungsblatt des Stadtteils eingeholt: "Wir haben mehrere Angebote aus Deutschland und anderen Ländern." Die Kosten lägen bei rund 750 Euro. In der städtischen Druckerei waren dies 1390 bis 1970 Euro pro Ausgabe, heißt es in der Antwort auf die Anfrage Schillers. Insgesamt kosteten die sechs Ausgaben von 2007 bis heute 9413 Euro. "Das sind mehr als die paar Pfennige, das bisschen Zeit und das Papier, wie Hofer meinte", betont Schiller. Der Ortskartellvorsitzende war vor Wochen verärgert über Schillers Anfrage und hatte die Kostenübernahme durch die Stadt verteidigt (wir berichteten). Mit der Kostenübernahme unterstützte die Stadt 2007 die Aktivitäten zur 1025-Jahr-Feier des Ortskartells. Im Ausblick sind neben den Texten über Ernstweiler auch Anzeigen. Die Erlöse werden nach Angaben Hofers für den Stadtteil verwendet. Als Beispiele nennt der OKE-Vorsitzende die 1025-Jahr-Feier, die Einweihung des (zum Ärger von Schiller vom OKE so genannten) Paul-Strauß-Platzes, den Symbolbaum oder die Herrichtung des alten Trafohäuschens. "Für solche Maßnahmen haben wir dann künftig weniger Geld", bedauert Hofer. Denn mit den Werbeeinnahmen müssten nun zunächst die Druckkosten bezahlt werden. Hofer bleibt der Meinung, dass der Ausblick im Sinne der Gleichbehandlung kostenlos in der städtischen Druckerei erstellt werden müsste: "Die Mitteilungen der Ortsbeiräte werden auch kostenlos gedruckt!" Wegen der Höhe der Druckkosten stellt Hofer die Frage, ob die Stadt nicht auf eine eigene Druckerei verzichten soll, um preiswerter privat zu drucken. sf