Wasser marsch gegen die Hitze

Zweibrücken. Wasserschläuche, Gießkannen und Wassertanks: Überall in der Stadt sind sie bei den heißen Temperaturen zu sehen. Gärtner haben während der Hitzeperiode alle Hände voll zu tun, damit Pflanzen, Rasen und Bäume nicht verdursten. "Natürlich besteht die Gefahr, dass bei diesem Wetter Blumen und Grünflächen vertrocknen

 HeikoHübscher
HeikoHübscher
 WernerBoßlet
WernerBoßlet

Zweibrücken. Wasserschläuche, Gießkannen und Wassertanks: Überall in der Stadt sind sie bei den heißen Temperaturen zu sehen. Gärtner haben während der Hitzeperiode alle Hände voll zu tun, damit Pflanzen, Rasen und Bäume nicht verdursten. "Natürlich besteht die Gefahr, dass bei diesem Wetter Blumen und Grünflächen vertrocknen. Daher ist der Aufwand zum Nässen während der heißen Tage erheblich größer", erklärt Stadtgartenmeister Heiko Hübscher. Pro Woche wird der komplette Rosengarten momentan an zwei Tagen gegossen. "Insgesamt sind fünf Arbeitskräfte für sechs Stunden damit beschäftigt", sagt Hübscher. Da die Hitze nun aber schon lange anhält und auch keine Erfrischung in Sicht ist, "haben wir für das Wochenende einen Notdienst eingerichtet". Im Rosengarten sind vier Arbeiter mit Gießgeräten unterwegs. Gerade bei der direkten Sonneneinstrahlung sei es wichtig, unter den Blättern zu gießen und nicht obendrauf, erklärt Hübscher. "Eine großflächige Beregnung würde dazu führen, dass die Blumen zerfallen." Die größeren Rasenflächen würden jedoch mit Großflächenregnern bewässert, kleinere mit Sprühpilzen. "Einzelne kleine Flächen versorgen wir mit Gießgeräten, damit nicht unnötig Wasser verschwendet wird", bemerkt der Stadtgartenmeister. Wichtig sei es, ausreichend Wasser unter die Pflanzen zu geben, etwa zehn Liter pro Quadratmeter, damit es bis zur Wurzel durchdringt. Aber nicht nur der Rosengarten hat mit der anhaltenden Hitze zu kämpfen. Auch die Mitarbeiter des Entsorgungs- und Servicebetriebs Zweibrücken (EBZ) kommen mit dem Gießen der Grünflächen und Pflanzenbeete in der Stadt kaum hinterher. "Momentan müssen wir deutlich mehr wässern als üblich", sagt Werner Boßlet, Vorstandsvorsitzender des EBZ, "mindestens zweimal täglich müssen wir raus". Mit mit Wasserfässern beladenen Traktoren und Kanalspülgeräten, die besonders viel Wasser fassen, seien die Mitarbeiter unterwegs. "Der Mehraufwand ist zurzeit enorm", berichtet Boßlet. Zudem sei kaum ein Erfolg wahrnehmbar, da bei der dauerhaften Hitze eine Stelle wieder vertrocknet sei, wenn man am Ende ankommt. Boßlet: "Wir hoffen, dass wir die Pflanzen und Bäume über die Hitzeperiode retten können." Bei den heißen Temperaturen sei es wichtig, früh morgens oder am Abend zu wässern. "Im Rosengarten beginnen wir um 6.45 Uhr und müssen dann in den Tag hinein gießen, da wir die große Fläche sonst nicht abdecken könnten." Die Wetteraussichten in den nächsten Tagen sehen für Landschaftsgärtner nicht gerade rosig aus. Boßlet: "Momentan ist es ein Kampf gegen Windmühlen."