Was tun bei Arterienerkrankungen?

Zweibrücken. Gut 100 Zuhörer folgten aufmerksam den Ausführungen von Oberarzt Dr. Alfred Sifft im Vortragsraum des Evangelischen Krankenhauses. Ging es doch um ein Thema, das rund vier Millionen Bundesbürger betrifft: die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)

Zweibrücken. Gut 100 Zuhörer folgten aufmerksam den Ausführungen von Oberarzt Dr. Alfred Sifft im Vortragsraum des Evangelischen Krankenhauses. Ging es doch um ein Thema, das rund vier Millionen Bundesbürger betrifft: die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK). Bei dieser Erkrankung sind die Arterien nicht nur an den Beinen, sondern schlimmstenfalls am ganzen Körper mehr oder weniger betroffen. Das kann an den Beinen beim Gehen zu starken Schmerzen führen, bis hin zu offenen Beinen, also Geschwüren. Das Bein droht abzusterben. Ist die Halsarterie betroffen, droht ein Schlaganfall, bei Erkrankung der Koronararterien ein Herzinfarkt. Dr. Sifft beschäftigte sich in seinem Vortrag mit den Möglichkeiten der Behandlung, von konservativ bis hin zu Operationen. Bei schon kleinsten entsprechenden Beschwerden solle ein Arzt aufgesucht werden, der durch Befragung und Untersuchung eine Diagnose stelle, betonte er. Begünstigt werde die PAVK zum Beispiel durch Übergewicht, hohen Blutdruck, Zuckerkrankheit, Zigarettenrauchen, Bewegungsmangel und anderes mehr, verdeutlichte der Mediziner. Vorbeugend gelte es also für den Patienten, selbst etwas zu tun. Ganz wichtig sei das Gehen. "Jeder Schritt zählt", um wieder beschwerdefrei durch die Stadt bummeln zu können. Wenn man allein keine Lust habe, gehe es vielleicht gemeinsam besser. So gebe es Gefäßsportgruppen, erklärte Sifft. Oder man schaffe sich einen Hund an, der - attestiert vom Hausarzt - sogar steuerfrei ein Begleiter sein könne. Helfen jedoch alle konservativen Maßnahmen nichts, bleibe nur die Operation durch einen erfahrenen Gefäßchirurgen, wie Dr. Sifft zum Beispiel. "Es gibt heute eine Vielzahl Erfolg versprechender Maßnahmen", betonte der Fachmann.