Soziales Netzwerk für Zweibrücken

Zweibrücken. Das Mehrgenerationenhaus des DRK, der Kinderschutzbund und die Tafel engagieren sich in Zweibrücken im sozialen Bereich. "Diese Institutionen sollten mehr zusammenarbeiten", sagt DRK-Geschäftsführer Mario Sauder. Er regt deshalb die Gründung eines "sozialen Netzwerks" in Zweibrücken an

Zweibrücken. Das Mehrgenerationenhaus des DRK, der Kinderschutzbund und die Tafel engagieren sich in Zweibrücken im sozialen Bereich. "Diese Institutionen sollten mehr zusammenarbeiten", sagt DRK-Geschäftsführer Mario Sauder. Er regt deshalb die Gründung eines "sozialen Netzwerks" in Zweibrücken an. Dazu möchte Sauder in diesem Jahr Gespräche mit den Partnern aufnehmen. Mit der Prämisse "Kooperation statt Konkurrenz" geht der DRK-Geschäftsführer in die Gespräche. Das Mehrgenerationenhaus könnte dann eine Anlaufstelle für die Menschen sein.Auch sonst möchte Sauder das "umfassende Programm" im Mehrgenerationenhaus weiter ausbauen. Zum Beispiel bei der flexiblen Kinderbetreuung. "Beim Ausbau orientieren wir uns am Bedarf", erklärt der Projektleiter des Mehrgenerationenhauses, Hans Prager. "Und auch an den Räumlichkeiten", fügt Sauder hinzu. Denn das im Mai 2008 eröffnete Haus am Schlossplatz ist "an Grenzen gestoßen". Selbst die Miete des dritten Stockwerks für Kinderkurse reiche gerade aus. Zudem fehle weiter der behindertengerechte Zugang. Im Cafe Anno dazumal betreut das DRK im Mehrgenerationenhaus demente Menschen. Dieses Angebot soll noch ausgebaut werden. Prager: "Wir wollen dieses Angebot noch bekannter machen." Zudem möchte das DRK mit dem Angebot auch in die Dörfer des Zweibrücker Landes gehen. Ein drittes Ziel des DRK ist die Erweiterung des warmen Mittagsessens im Mehrgenerationenhaus. Sechs bis acht Grundschulkinder nutzen täglich das kostenlose Mittagessen. "Der Bedarf für ein solches Angebot ist da. Es ist eine Frage des Platzes und des Geldes", sagt Prager. "Wir haben nicht gedacht, dass das Angebot einen solchen Zuspruch hat."Nach Auffassung Pragers soll sich das Haus nach Ende der Förderung durch das Land in drei Jahren selbst tragen. Wobei sich der DRK-Geschäftsführer einen Zuschuss des Kreisverbands vorstellen kann.Das müsste das DRK mit den Angeboten in den ambulanten Diensten oder den Mitgliederbeiträgen erwirtschaften, erläutert Sauder. Rund 200 feste Mitarbeiter sind beim DRK-Kreisverband Südwestpfalz beschäftigt. Dazu kommt noch die gleiche Anzahl an ehrenamtlichen Mitarbeitern. "Qualitätssteigerung" ist in diesem Jahr das Ziel des Geschäftsführers. Neben der Ausbildung würden auch weitere Einrichtungen des DRK zertifiziert. Sauder: "Die Anforderungen steigen ständig und wir werden ständig überprüft. " "Wir wollen Kooperation und keine Konkurrenz."Mario Sauder,DRK-Geschäftsführer