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Zweibrücker Grüne gibt es seit 1984 - Heute Kooperation mit ÖDP

Zweibrücker Grüne gibt es seit 1984 - Heute Kooperation mit ÖDP

Das Licht der Welt erblickte die Grünen auf Zweibrücker Lokalebene 1984. Die Friedensbewegung ist da gerade stark, ebenso die Unzufriedenheit darüber, wie die etablierten Parteien vor allem mit dem Umweltschutz umgehen. Immer mehr ins Gespräch kommen saurer Regen, vor Dreck triefende Gewässer, begradigte Flüsse, Atomkraftwerke und Smog

Das Licht der Welt erblickte die Grünen auf Zweibrücker Lokalebene 1984. Die Friedensbewegung ist da gerade stark, ebenso die Unzufriedenheit darüber, wie die etablierten Parteien vor allem mit dem Umweltschutz umgehen. Immer mehr ins Gespräch kommen saurer Regen, vor Dreck triefende Gewässer, begradigte Flüsse, Atomkraftwerke und Smog. Gegen all das, und noch viel mehr wenden sich die Grünen auch in Zweibrücken. Ihr erstes Wahlprogramm datiert aus 1984 (siehe Bild unten): "Die Grünen zeigen einen neuen Weg" verspricht es. Gegen Vetternwirtschaft und für eine größere Berücksichtigung des Bürgerwillens tritt die junge Partei ein. Eine der Forderungen ist die Begrünung des Schlossplatzes und der Umzug des Busbahnhofs. Ein weiteres Anliegen besteht in der offiziellen Untersuchung und ständigen Kontrolle der Luftverschmutzungswerte. Frischen Wind will man auch in den Stadtrat bringen - prompt werden mit Brigitte Ponstein-Schmidt und Frank Marfiewicz auch zwei Grüne gewählt. Gemäß der Spezialregelungen der Partei wird aber innerhalb der Ratsperiode durchrotiert. Regina Adam und Manfred Fottner lösen die beiden ab. Wie Grünen-Kreissprecher Norbert Pohlmann erklärt, zählte die Partei bei ihrer Gründung etwa 20 Mitglieder, so viel wie heute. Zwischenzeitlich seien es etwa 30 gewesen, doch als die Bundesgrünen zur Jahrtausendwende an der Macht waren, sank der Zuspruch in Zweibrücken. Nur zehn Mitglieder 1999, lediglich ein grüner Stadtrat, die inhaltlich ähnlich gelagerte Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) gar raus aus dem Rat - da war es Zeit, zusammenarbeiten. "Es war wichtig, die Kräfte zu bündeln", erklärt ÖDP-Chefin Gertrud Schanne-Raab, "in ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragen waren wir auf gleicher Linie." Es entstand die "Grüne Liste", die seit 2004 mit drei Sitzen grüne Belange im Rat vertritt. ek