1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Bürger packen an: Neuer Grillplatz in Dietrichingen

Bürger packen an : Neuer Grillplatz in Dietrichingen

Engagierte Einwohner haben am Brunnenplatz mit angepackt.

Ob Dorffest, Fischerfest oder sonstige Feierlichkeiten in der Natur – engagierte Dietrichinger Bürger haben sich in den vergangen Tagen mächtig ins Zeug gelegt und einen Grillplatz geschaffen, der allen Ansprüchen gerecht wird. Grillhitze, dazu noch eine sengende Sonne von oben, die bereiteten vielen Helfern in der Vergangenheit Verdruss. Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Die Einwirkung von oben wird durch eine neue Überdachung abgehalten und die Abstrahlungshitze vom Grill kann jetzt besser abgeleitet werden. Für Ortsbürgermeisterin Andrea Henner ist das Anpacken zahlreicher Helfer der Schlüssel zum Erfolg. „Weil wir wie manch andere Ortschaft in der Region finanziell betrachtet nicht auf Rosen gebettet sind, haben wir stets ein Problem, geht es um das Verwirklichen von Plänen. Beim Anlegen des neuen Grillplatzes ist das jetzt auch der Fall gewesen. Es müsste halt noch mehr Berts, Burgis, Franks oder wie sie auch alle aus dem Dorf heißen, geben, die bei den Arbeiten an- und zupacken. Nur so nämlich lässt sich etwas bewegen“, sagt Andrea Henner.

Am Brunnenplatz unweit des Dorfgemeinschaftshauses galt jetzt die Losung zupacken und schuften. Dabei zeigt es sich schon bei der Baumaterialbeschaffung, dass die Helferschar einfallsreich ist. Bert Fritzenwanker, einer der unentwegten Mitstreiter: „Wir hatten da noch die alten Balken und Holzteile von den Frühlingsfesten aus längst vergangenen Tagen. Mit mobilen Hobeln haben wir diesen Balken und Sparren eine neue Oberfläche verpasst, sie frisch gestrichen und entsprechend unseren Bedürfnissen, abgebunden wie das in der Zimmermannsfachsprache heißt. Sie sind jetzt das Grundgerüst für die Überdachung des neuen Grillplatzes“.

Doch nicht allein von „oben“ her wurde alles neu. Die Grundfläche für den Grillplatz ist künftig ebenfalls wetterunabhängig fest. Rolf Henner: „Wir konnten uns alte Pflastersteine organisieren, hatten selbst noch Rasenbordsteine und Platten auf Lager und haben das jetzt alles verwenden können. Dadurch konnten wir natürlich der Gemeinde manchen Cent einsparen.“  Die Spielgeräte mussten dem neuen Grillplatz weichen. Das Neuaufstellen sollte mit den Eltern abgestimmt werden. Andreas Henner: „Die Gemeinde ist da flexibel, die Spielgeräte gehören einfach dort hin, wo viele Kinder wohnen. Das heißt natürlich nicht, dass sie vielleicht auch auf dem weitläufigen Gelände rund um den Brunnenplatz einen neuen Standort bekommen. Schließlich wollen die Kinder ja auch bei den Festen auf diesem Platz ihrer Spielfreude frönen.“

Neben den Arbeiten am Brunnenplatz begrüßen insbesondere viele ältere Mitbürger die Umbauarbeiten beim Dorfgemeinschaftshaus. Gleichfalls in Eigenleistung ist dort nämlich ein barrierefreier Zugang geschaffen worden. Ortsbürgermeisterin Henner: „Wir hatten diese Maßnahme bereits letztes Jahr im Arbeitsprogramm und dem Haushalt. Aber wir konnten keine Zuschüsse bekommen, weil das alles nicht mit den Richtlinien in Einklang zu bringen war. Gut, dass wir im Dorf den Statiker Wilfried Heller haben, welcher natürlich auch seiner Heimatgemeinde behilflich ist.“ Wilfried Heller zeigt auf, wie mit weitaus weniger Kostenaufwand ein barrierefreier Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus möglich ist. Zugangsrampe und Geländer wurden hergestellt. In Eigenleistung und weit unter den Kosten, wie sie selbst mit einer Landesförderung entstanden wären.