Hoffnung auf ein sattes Plus

Der Dietrichinger Gemeindewald warf in den zurückliegenden Jahren stets erkleckliche Summen für die Gemeindekasse ab. Nicht nur Revierförster Daniel Rolland wünscht sich, dass das bleibt.

Würde der von den Ratsmitgliedern in der jüngsten Sitzung beschlossene Forstwirtschaftsplan 2015 (wir berichteten) eins zu eins umgesetzt, dann könnte die Gemeinde Dietrichingen allenfalls mit einem kleinen Plus von 298 Euro rechnen. Doch die "schwarze Null", wie auch der zuständige Förster Daniel Rolland diese minimale Überdeckung im Forstetat umschreibt, hat sich in der Regel zu einem satten Plus gemausert. Und jetzt würden Verantwortlichen erneut danach trachten, dass das weiterhin so bleibt, stellte Ortsbürgermeisterin Andrea Henner fest.

Gelungen sei das beispielsweise im vergangenen Jahr, merkte Rolland im Rat an. Auch für 2014 habe es damals bei der Zustimmung zum Forstwirtschaftsplan lediglich ein Plus in Höhe von 483 Euro gegeben. Herausgekommen sei am Ende aber ein Überschuss in Höhe von rund 2500 Euro . Das Ziel sei auch dieses Jahr klar, wenngleich auf der Ertragsseite mit 13 358 Euro wohl wenig Zuwachs zu erwarten sei. Korrekturen seien jedoch jederzeit möglich. Ein Umstand, der ebenso für die Aufwandseite gelte, wo im Augenblick 13 060 Euro verbucht sind. Insgesamt sollen 305 Festmeter im rund 70 Hektar großen Gemeindewald eingeschlagen werden. Das Einschlagpotenzial schöpft die Gemeinde dabei noch nicht aus, stellte der verantwortliche Förster fest und erinnerte bei den Planerläuterungen daran, dass nach dem geltenden Vorgaben aus dem vor Jahren erstellten Forsteinrichtungswerk sogar 424 Festmeter eingeschlagen werden könnten. Zurückgenommen hat Daniel Rolland den Einschlag bei den Buchen im Dietrichinger Wald. Sind es im letzten Jahr noch 220 Festmeter gewesen, denkt der Förster jetzt daran, nur 120 Festmeter Buchen neben den 60 Festmetern Eichenholz und den 90 Festmetern anderer Holzarten zusammen mit 35 Festmetern Fichten einzuschlagen.

Am Sonntag, 19. April, werden sich die Ratsmitglieder zusammen mit interessierten Bürgern bei einem "Waldbegang" einen umfassenden Überblick zur Waldbewirtschaftung verschaffen. Dabei werden auch die Themen "Wildverbiss" und Kosten der Waldbewirtschaftung im Mittelpunkt stehen. Denn auch in Dietrichingen schmälern die Waldbewirtschaftungskosten in Höhe von 4500 Euro den Gewinn. Und dass auch der Wildverbiss im Dietrichinger Gemeindewald Spuren hinterlässt, kann aus der Stellungnahme des Försters hergeleitet werden. Rolland meinte, dass ein verstärktes Jagen dort sinnvoll wäre, wo an eine Naturverjüngung gedacht sei. Denn Jungbuchen sind für das Rehwild eine Lieblingsspeise. Dem Plan wurde insgesamt zugestimmt, ohne Änderungen.