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Untreuevorwurf gegen Sefrin ist vom Tisch

Untreuevorwurf gegen Sefrin ist vom Tisch

Die Mehrkosten beim vierten Bauabschnitt zum Dorfzentrum in Bechhofen sorgten für viele negative Schlagzeilen. Bei allem Unmut: Untreue kann Ortsbürgermeister Paul Sefrin nicht vorgeworfen werden.

An den Kostensteigerungen beim vierten Bauabschnitt beim Dorfzentrum von Bechhofen hatte es in der Vergangenheit viel Kritik gegeben. Die Kosten waren, so die Überzeugung, regelrecht "explodiert". Die Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz verhängte sogar 2012 einen generellen Baustopp, dabei gab es im Dorf selbst auf der kommunalpolitischen Ebene genügend Querelen. Der Gipfel aus Sicht von Ortsbürgermeister Paul Sefrin: Ihm wurde Untreue im Zusammenhang mit den Mehrkosten unterstellt.

"Was das für mich und meine Familie gewesen ist, kann nur jemand wirklich nachempfinden, der selbst einmal eine solche Situation erlebte", stellt Paul Sefrin jetzt im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest. Jetzt hat es der Bürgermeister schwarz auf weiß: Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat das Verfahren gegen ihn eingestellt. Der Vorwurf der Untreue im Zusammenhang mit den Mehrkosten zum vierten Bauabschnitt beim Bechhofer Dorfzentrum ist damit ein für allemal vom Tisch. "Wie es zu diesem Verfahren überhaupt kam, weiß ich bis zum heutigen Tag nicht. Im Juli letzten Jahres ist mir eröffnet worden, dass die Staatsanwaltschaft Zweibrücken wegen Untreue gegen mich ermittelt." In der Sache selbst sei er nicht vernommen worden, erklärt Sefrin. Es habe sich in der Sache um sogenannte Vorermittlungen gehandelt. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass das, was dabei ermittelt wurde, nicht für eine Anklage ausreichte. Nun wurde ihm die Verfahrenseinstellung mitgeteilt. Eine Freude und Anerkennung seiner Arbeit im Ehrenamt sei es gewesen, als im September letzten Jahres sich beide Ratsfraktionen, CDU und SPD , hinter ihren Ortsbürgermeister stellten. "Das hat mich aufrichtig gefreut", so Paul Sefrin.

Der Ortsbürgermeister ist froh, dass nunmehr die fertigen Räume von Physiotherapeutin Claudia Dreßler genutzt werden können. "Trotz des ganzen Hickhacks hat Claudia Dreßler immer zu ihrem Wort gestanden, das habe ich gleichfalls geschätzt."