Neue Hoffnung für Fensterbauer aus Gersheim

Neue Hoffnung für Fensterbauer aus Gersheim

Der Fensterbauer Fuhrmann & Colling aus Gersheim hat sich wieder stabilisiert. Darauf weist der Saarbrücker Insolvenzverwalter Mark Herbert hin. Der Fensterbauer, der sich neben der Fabrikation von Kunststoff-Fenstern vor allem auf den Bau hochwertiger Holz-Fenster und -Türen sowie Denkmal-Fenster spezialisiert hat, hatte im Januar wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet.

Vor allem rückläufige Aufträge und die zunehmende Billig-Konkurrenz aus Osteuropa hatten den Betrieb nach Aussage von Unternehmens-Chef Andreas Fuhrmann unter Druck gebracht.

Insolvenzverwalter Herbert hat vornehmlich die Kosten im Unternehmen gesenkt, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Das Personal hat er deutlich reduziert: Von 34 Mitarbeitern sind noch 20 geblieben. Die Familie Fuhrmann sei komplett aus dem Betrieb ausgeschieden. Auch die Auftragslage habe sich wieder verbessert. Nun stünden stabil Aufträge von 250 000 Euro in den Büchern, vor der Insolvenz war das nicht einmal die Hälfte. Für das Gesamtjahr plant Herbert mit einem Umsatz von mindestens 1,5 Millionen Euro - bereits jetzt werfe das Unternehmen wieder einen leichten Gewinn ab.

Im nächsten Schritt sei nun geplant, einen Eigner zu finden, der die Arbeitsplätze langfristig erhalten kann. Ideal wäre laut Herbert ein Schreiner, der den Fensterbau mit einem zweiten Standbein kombinieren wolle. Dadurch würde auch der Konkurrenzdruck sinken. Auch eine Übernahme durch die Belegschaft würde sich angesichts der großen Erfahrung der Mitarbeiter anbieten. Diese zeichne sich allerdings aktuell nicht ab, sagt der Insolvenzverwalter .

Mehr von Saarbrücker Zeitung