Zukunft der insolventen Schneider GmbH unklar

Zukunft der insolventen Schneider GmbH unklar

Saarwellingen. Wie es mit dem insolventen Automobilzulieferer Schneider GmbH aus Saarwellingen weitergeht, ist derzeit noch unklar. Der Inhaber des Unternehmens, Jürgen Schneider, hatte am 11. Januar Insolvenz angemeldet (wir berichteten)."Konkrete Prognosen können wir noch nicht erteilen", sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Oliver Rösler, Rechtsanwalt in Homburg

Saarwellingen. Wie es mit dem insolventen Automobilzulieferer Schneider GmbH aus Saarwellingen weitergeht, ist derzeit noch unklar. Der Inhaber des Unternehmens, Jürgen Schneider, hatte am 11. Januar Insolvenz angemeldet (wir berichteten)."Konkrete Prognosen können wir noch nicht erteilen", sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Oliver Rösler, Rechtsanwalt in Homburg. "Der Betrieb läuft weiter, es sind Aufträge vorhanden und die werden auch weiter bearbeitet." Momentan werde die Situation des Unternehmens analysiert, zum 1. März strebe er das Eröffnungsverfahren an, sagt Rösler. Die etwa 45 Mitarbeiter der Firma Schneider beziehen ihre Löhne und Gehälter derzeit aus dem Insolvenzgeld, das heißt, die Agentur für Arbeit zahlt den Arbeitnehmern ihr Geld fort.

Für die finanzielle Schieflage des Saarwellinger Unternehmens zeichnen vor allem die Umsatzrückgänge während der Wirtschaftskrise in den Jahren 2009 und 2010 verantwortlich, sagte der Inhaber. Die Schneider GmbH ist auf Werkzeugbau spezialisiert und arbeitete hauptsächlich für große Autohersteller wie Mercedes und BMW.

"Diesem Umsatzrückgang hat die Gesellschaft die Kostenstrukturen nicht angepasst", resümiert der Anwalt. Es kam zu einem Wartungs- und Investitionsstau, die Firma konnte ihre Maschinen nicht warten lassen und keine neuen anschaffen. Rösler: "Demzufolge konnten die Aufträge nicht mit der erforderlichen Effizienz bearbeitet werden."

Trotzdem bedeutet das Insolvenzverfahren nicht, dass die Firma schließen muss; genügend Aufträge sind nach Auskunft des Inhabers vorhanden. "Wir prüfen die Erhaltungsoptionen", betont der vorläufige Insolvenzverwalter. Genaueres ergibt sich dann nach der Eröffnung des Verfahrens Anfang März.

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