Tier des Jahres : Maulwürfe

Manchmal dauert es eine ganze Weile, bis ein emsiger Wühler die längst überfällige Anerkennung bekommt. Zumindest im Tierreich ist es aber jetzt soweit. Kürte doch die Deutsche Wildtier Stiftung den Maulwurf zum Tier des Jahres.

Sie lobt die optimale Anpassung des kleinen „Nützlings“ an einen sehr speziellen Lebensraum.

Na gut, das würden manche Arbeitnehmer auch für sich beanspruchen. Schließlich haben sie sich teilweise optimal an die dunkle Bürowelt mit ihren verschlungenen Wegen angepasst und schaffen es in langen Arbeitsstunden, blind für die Außenwelt zu sein. Fühlen sich dann aber hinterher meist wie erschlagen. Tote Maulwürfe kennen das Problem.

Vielleicht erkennt der Mensch den Maulwurf aber nach der Auszeichnung jetzt endlich wirklich an, weil er Mittel und Wege entdeckt hat, als solcher Karriere zu machen. Die kleinen Gartenwühler vernehmen verblüfft, dass es sich dabei offenbar um eine Art Spitzmaustätigkeit (abgekürzt „Spitzel“) handelt. Was Maulwürfen dabei allerdings besonders in den empfindlichen kleinen Ohren schmerzt: Menschen nennen das „Whistleblower“.

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