Halloween steht vor der Tür : Grusel-Deko

Gruseln hatte früher einen eher schlechten Ruf. Galt es doch als eher unangenehm, auf Geister, Hohlköpfe, Skelette und Spinnen zu treffen. Heute jedoch liegen all diese im Trend – zumindest bei der Grusel-Deko.

Denn wer Ende Oktober etwas auf sich hält, muss offenbar seine Wohnung damit und jeder Menge ausgehöhlter Kürbisse schmücken. Auch wenn das dazugehörige Fest Halloween hierzulande früher gar nicht bekannt war.

Wohnungsuchende Spinnen allerdings sollten sich nicht täuschen: Auch wenn es sogar Muffins mit draufgemalten Spinnennetzen in Zuckergussfarbe gibt, sind sie selbst im Haus deswegen noch lange nicht willkommen. Bestenfalls werden sie in die Kälte herausgetragen und müssen sich mit dem trösten, was der Mensch schon weiß: Im Netz gelten andere Regeln.

Denn der Wohnungsschmuck steht heute über allem – sogar über den Geschöpfen selbst. Und vielleicht würde sogar der Sündenfall im Licht des Deko-Wahns anders aussehen. Denn in der Bibel aßen Adam und Eva den Apfel vom Baum der Erkenntnis. Heute hätte sie ihn vielleicht nur als Deko abgeschmückt und statt Kürbis ausgehöhlt.

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