Glosse: Vorzeitiger Adventsstress

Glosse : Vorzeitiger Adventsstress

Manche glauben, es sei noch Herbst. Ein böser Irrtum. Denn im Grunde weihnachtet es schon überall, es merkt nur noch nicht jeder.

So stellt zumindest die Umfrage der Analysefirma Persicope By McKinsey schon jetzt fest, dass sich jeder zweite Verbraucher vom Weihnachtseinkauf gestresst fühlt. Das bedeutet zweifellos eine Vorverlagerung des Adventsstress-Themas hin zum Prä-Adventsstress. 

Möglicherweise lässt sich darin ein lang gesuchter Hinweis darauf erkennen, dass Frauen mehr zu sagen haben. Schließlich fühlen sie den Adventsstress erstaunlich früh, während Männer ihn erst am 23. Dezember spüren – und auch das oft nur auf Aufforderung. Wer aber noch entspannt ist, muss handeln! Am besten  jetzt den Dezember mit Weihnachtsmarkt-Besuchen und Adventsfeiern zuplanen. Außerdem hilft es, schon an Novembersamstagen im vollen Kaufhaus nach Adventskalendern zu schauen – und Zweifel am Konsumrausch im Lebkuchen zu ersticken. Denn das erzeugt diesen leichten Druck im Magen, irgendwo zwischen Völlegefühl, Stress und Angst vor Menschenmassen – oder wie Romantiker sagen: das Weihnachtsgefühl.

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