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Glosse zu Prokrastination: Aufschieben hilft

Glosse zu Prokrastination : Effizientes Aufschieben

Prokrastination hilft. Denn wer alles sofort erledigt, wird nie fertig. Hier lesen Sie, warum.

Aufschieben hat keinen guten Ruf, wird als Prokrastination sogar in die Nähe einer Störung gerückt. Doch langsam lässt sich die Erkenntnis nicht mehr aufschieben: Wer verzögert, hat es besser.

Denn sein Mitmensch, der immer alles fleißig sofort erledigt, aus Angst in Aufgaben zu ertrinken, bekommt immer neue zugeteilt, das Wasser steht ihm also gleich wieder bis zum Hals. Weil er ja mit der vorherigen schon fertig ist. Deswegen träumt der Schnell­arbeiter immer vergeblich von dem Moment, in dem er irgendwann mal alles erledigt hat. Dieser tritt aber, wie beim Sisyphos in der griechischen Mythologie, niemals ein.

Der Aufschieber dagegen ist zumindest theoretisch mit der Aufgabe befasst, an die er sich nicht ransetzt. Deswegen gilt er als beschäftigt und bekommt nichts Weiteres zugeteilt. Sehr geschickt!!

Zudem erledigen sich viele Probleme, wenn sie nur lange genug aufgeschoben werden, irgendwann sogar von selbst. Manche sind dann zwar nicht gelöst. Aber irgendwann werden sie von einem neuen Problem verdrängt, das wieder jemand anderes aufschiebt.