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Toter nach Unfall auf A620 bei Völklingen: Lkw stürzt von Brücke - Polizei hat Hinweise auf Ursache

Tödlicher Unfall auf A620 : Nach Lkw-Sturz von Autobahn-Brücke – Polizei hat Hinweise auf Ursache und Identität des Fahrers

Bis in die Nacht zog sich die Bergung des verunglückten Kipplasters hin, der Mittwochnachmittag von einer Autobahnbrücke an die zehn Meter in die Tiefe stürzte. Mittlerweile ist die Strecke wieder in beide Richtungen zu befahren – und neue Details bekannt.

Über Stunden war die A 620 zwischen Völklingen und Wadgassen nach einem tödlichen Unfall gesperrt. Nachdem ein Lastwagen am Mittwoch, 18. Mai, kurz nach 16 Uhr von der Autobahnbrücke zehn Meter gestürzt war, musste die Passage gesperrt werden. Anfangs war nicht klar, ob die Brücke schnell wieder freigegeben werden kann. Denn der Kipplaster hatte nach dem Sturz unmittelbar neben einem Brückenpfeiler Feuer gefangen. Der Fahrer starb in dem Fahrzeug.

Die Bergung zog sich bis in die Nacht hin. Mit einem Kran musste das Wrack von der stillgelegten Bahntrasse gehoben werden. Statiker kontrollierten die Standsicherheit der Brücke. Sie gaben das Bauwerk noch am Abend frei. Zuerst war Richtung Saarbrücken die Fahrt wieder möglich. Im morgendlichen Berufsverkehr stand auch wieder eine Fahrspur nach Saarlouis bereit. Die rechte Fahrbahn, wo der Lkw durchgebrochen war, ist noch nicht zu passieren.

Unterdessen haben die Ermittler erste Hinweise darauf, was das Unglück ausgelöst haben könnte. Auf SZ-Anfrage sagte am frühen Donnerstagmorgen eine Polizeisprecherin bei der Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken, dass vermutlich ein geplatzter Reifen dafür verantwortlich sei. Gutachter sollen heute für Klarheit sorgen.

Mittlerweile bestätigte ein Völklinger Polizeisprecher, dass Spuren auf der Fahrbahn und Zeugenberichte den Verdacht erhärtet haben, dass ein kaputter Reifen die Katastrophe ausgelöst hatte. Demnach heißt es in Berichten, dass der Wagen geschlingert war, bevor er von der Brücke stürzte.

Ebenfalls erste Hinweise auf die Identität des Fahrers, der in seiner Kabine verbrannte, haben die Ermittler. Dennoch müssen diese Rechtsmediziner an der Uniklinik in Homburg bestätigen. Ein Termin, um die Leiche zu untersuchen, werde zurzeit vereinbart.

Der Kipplaster sei an dem Tag für Saarstahl zwischen Völklingen und Dillingen unterwegs gewesen. Er habe Stahlschotter geladen, berichtete der Polizeisprecher. Die A 620 sei die übliche Route zwischen den beiden Standorten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bergungsarbeiten nach Lkw-Sturz von Autobahnbrücke