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SV Saar 05 Saarbrücken Saarlandpokal-Halbfinale gegen 1. FC Saarbrücken

Saarlandpokal-Halbfinale : Ob der Plan des SV Saar 05 wirklich aufgeht?

Der Fußball-Saarlandligist hofft auf die Sensation im Halbfinale des Saarlandpokals gegen den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken.

Derbys sind immer ganz besondere Spiele, und der Pokal hat ja ohnehin seine eigenen Gesetze. Auch wenn diese Fußball-Weisheiten abgedroschen klingen, dürften sich die Saarlandliga-Fußballer des SV Saar 05 Saarbrücken durchaus Chancen ausrechnen, wenn es an diesem Dienstag um 18 Uhr im Stadion Kieselhumes im Halbfinale des Saarlandpokals gegen den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken geht. Zumal FCS-Trainer Dirk Lottner ob der „Nichtleistung“ seiner Truppe im ersten Durchgang beim 1:3 gegen den FSV Mainz 05 II am Samstag Schlimmes befürchtete: „Wenn wir im Pokal so auftreten, werden wir unser blaues Wunder erleben.“

Dennoch sind die Rollen klar verteilt. Als Dritter der Regionalliga muss der FCS ins Finale einziehen – auch um dort mit dem Sieg die Saison halbwegs versöhnlich abschließen zu können. „Auch wenn da etwas Unruhe ist: Der FCS ist immer noch eine Spitzenmannschaft zwei Klassen über uns“, sagt Ralf Weiser, seit Februar sportlicher Leiter bei Saar 05: „Aber natürlich will der Kleine immer den Großen ärgern. Ob uns das gelingen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.“

Die 05er sind derzeit Siebter in der höchsten saarländischen Spielklasse, mussten am Samstag bei Tabellenführer SV Elversberg II eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Torwart-Routinier Marc Birkenbach hielt noch einen Strafstoß. Mit Julian Flammann, Christian Sossa und Mark Jung fehlten allerdings drei Leistungsträger Rot-gesperrt. Gegen den FCS werden sie wieder dabei sein. Dagegen ist der Einsatz von Jannik Schliesing und Christian Hertel (beide muskuläre Probleme) fraglich. „Für uns ist es der Höhepunkt der Saison“, sagt Weiser und hofft, „dass wir rennen und kämpfen und vielleicht doch die Sensation schaffen“.

Vor der Saison hatte sich Saar 05 aus der Oberliga zurückgezogen, in der Spielzeit 2015/2016 gehörten die St. Johanner noch der Regionalliga an. „Das war eine geile Zeit. Wir haben bei Kickers Offenbach vor 5000 Zuschauern gespielt, Waldhof Mannheim zuhause geschlagen. Ich habe auch als Trainer viel gelernt. Auch wenn es sportlich ja nicht so erfolgreich war, sind viele schöne Erinnerungen geblieben“, sagt Timon Seibert, der seit 2008 bei seinem Heimatverein an der Seitenlinie steht: „Gegen den FCS geht es jetzt vor allem darum, dass ich meinen Jungs den Respekt nehme und Freude auf das Spiel vermittle. Wir werden einen Plan haben. Nur man muss auch ehrlich sein: Bei der Qualität des FCS muss viel zusammenkommen, dass der Plan dann auch wirklich aufgeht.“

Die Gastgeber hoffen auf 2000 Zuschauer. „Viele FCS-Fans, die sonst nicht nach Völklingen wollen, werden sicher den Weg zum Kieselhumes finden“, hofft Weiser, weist aber auch auf die strikten Verbote von Lautsprechern und Trommeln hin. Wegen der schwierigen Parkplatzsituation rund um den Kieselhumes wird empfohlen, die Parkplätze am Totobad zu nutzen. Das Stadion öffnet bereits um 16.30 Uhr.