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Starker Auftakt für die Royals

Starker Auftakt für die Royals

Was für ein Auftakt: Die Saarlouis Royals sind mit einem Ausrufezeichen in die Bundesliga-Saison gestartet. Die Mannschaft von Neu-Trainer Hermann Paar spielte sich in der Partie gegen RS Keltern in einen regelrechten Rausch.

Stehende Ovationen auf den Zuschauerrängen. Jubelnde Frauen auf dem Parkett. Die Basketball-Spielerinnen der Saarlouis Royals haben gestern einen Start nach Maß hingelegt. Vor knapp 600 Zuschauern bezwang die junge Mannschaft von Neu-Trainer Hermann Paar den Meisterschaftskandidaten RS Keltern in der Saarlouiser Stadtgartenhalle zum Bundesliga-Auftakt mit 88:72.

"Das ist ein richtig geiles Gefühl, weil wir als Mannschaft super zusammengespielt und überzeugt haben", sagte eine erschöpfte, aber überglückliche Levke Brodersen. Die Royals-Aufbauspielerin, die in dieser Saison Spielführerin ist, erwischte wie die gesamte Mannschaft einen nervösen Start. Die Gäste aus Keltern fanden dagegen schnell in die Partie - obwohl die ehemalige Saarlouiserin Stina Barnert mit einem Kreuzbandriss verletzt fehlte. So stand es nach fast fünf Minuten 6:12 aus Sicht der Gastgeberinnen.

Meynadier bei Sturz verletzt

Doch angeführt von Neuzugang Kristi Mokube kamen die Royals gegen Ende des ersten Viertels langsam ins Rollen. Da sich auch die Abwehr der Saarlouiserinnen steigerte, ging es mit einem 19:23-Rückstand in die erste Viertelpause. Aus der starteten die Royals furios. Durch Körbe von Mokube und Sabine Niedola glichen sie nach nicht einmal einer Minute aus. Dann drückten Brodersen und Co. immer mehr auf das Tempo. Eine klare Vorgabe von Trainer Paar. "Wir wussten, sie haben gute Einzelspieler. Aber wenn sie das ganze Spiel mit uns mitrennen müssen, wird die Trefferquote sinken", sagte der 62-Jährige. Sein Plan ging auf: Mitte des zweiten Viertels war der Korb der Royals wie vernagelt. Und vorne wurden auch die Drei-Punkte-Würfe getroffen.

Kurz vor der Halbzeit dann aber ein Schock: Magaly Meynadier wurde beim Rebound von Kelterns Marina Markovic unterlaufen und fiel ungebremst auf den Boden. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wurde sie nicht mehr eingesetzt. Doch das war auch gar nicht mehr nötig. Im Stile einer Spitzenmannschaft zog Saarlouis davon. Besonders Monique Smalls brachte die Gegnerinnen in Abwehr und Angriff mit ihrer Geschwindigkeit in Bedrängnis. "Sie ist unfassbar schnell und einfach eine Bombe", schwärmte Paar.

Von 59:53 zog seine Mannschaft auf 77:56 davon - und ließ Keltern auch im letzten Viertel nicht mehr herankommen. Die verletzte Barnert sagte zu ihrer Rückkehr zu ihrem Ex-Club enttäuscht: "Einerseits freue ich mich, dass ich hier bin. Andererseits ist es sehr schade, dass meine Mannschaft so deutlich verloren hat." Paar dagegen bekam das Lächeln nicht mehr aus seinem Gesicht. "Wir haben 15 Assists geliefert, Keltern nur vier. Das zeigt, dass wir richtig guten Mannschafts-Basketball gespielt haben", sagte er begeistert und ergänzte: "Wir haben einen super Start hingelegt. So kann es gerne weitergehen."

Für Saarlouis punkteten: Sabine Niedola (23), Kristi Mokube (23), Sandra Ngoie (12), Angela Tisdale (10), Monique Smalls (7), Gina Groß (6), Levke Brodersen (5) und Helena Eckerle (2).