| 21:02 Uhr

German Darts Open in Saarland
Saarbrücken wird zur Darts-Hochburg

Im vergangenen Jahr triumphierte Peter Wright bei den German Darts Open und ließ sich von der Menge in der Saarlandhalle feiern.
Im vergangenen Jahr triumphierte Peter Wright bei den German Darts Open und ließ sich von der Menge in der Saarlandhalle feiern. FOTO: Copyrighty by Michael Braunschae / Michael Braunschaedel
Saarbrücken. Die German Darts Open in der Saarlandhalle starten heute. Die Stars Wright und van Gerwen fiebern ihren Auftritten entgegen. Von Heiko Lehmann

Die Weltelite des Darts-Sports trifft sich an diesem Wochenende in Saarbrücken. Zum zweiten Mal richtet die Professional Darts Corporation (PDC) Europe die German Darts Open in der Saarbrücker Saarlandhalle aus. Schon während der ersten Auflage im vergangenen Jahr entschieden sich die Verantwortlichen der PDC Europe, Saarbrücken als Austragungsort beizubehalten. Der Grund: Keines der 15 Turniere der Europa-Tour war im Jahr 2017 so schnell ausverkauft.


Auch in diesem Jahr gingen die Tickets für die Abendveranstaltungen am Freitag, Samstag und Sonntag im Vorverkauf weg wie warme Semmeln. „Saarbrücken scheint sich langsam, aber sicher, zu einer Darts-Hochburg in Deutschland zu entwickeln. Der Vorverkauf war wieder überragend, und im vergangenen Jahr war die Stimmung in der Halle allen drei Tagen perfekt“, erklärt Niclas Junker von der PDC.

Insgesamt 15 000 Zuschauer kamen im vergangenen Jahr an den drei Tagen in die Saarlandhalle und feierten am Ende den Turniersieger und Weltranglisten-Zweiten Peter Wright aus Schottland. Der 48-Jährige wird wegen seines Markenzeichens, einer Irokesen-Frisur, von den Fans regelmäßig mit der Strophe „Du hast die Haare schön“ besungen – und das bleibt hängen. „Ich kann mich noch gut an das vergangene Jahr erinnern. Die Stimmung war überragend. Ich war vorher noch nie in Saarbrücken. Aber mittlerweile freue ich mich richtig auf diese Stadt“, sagt Wright.

Der derzeit beste Darts-Spieler der Welt, der zweifache Weltmeister Michael van Gerwen, hat mit Saarbrücken noch ein Hühnchen zu rupfen. Im vergangenen Jahr verlor der Niederländer bereits im Viertelfinale gegen den Engländer Ian Withe. In diesem Jahr ist van Gerwen in absoluter Topform und hat die beiden ersten European-Turniere in Leverkusen und München gewonnen. „Ich freue mich auf die Rückkehr nach Saarbrücken. Ich habe hier noch etwas gutzumachen. Ich hoffen, dass meine Serie auch im Saarland hält“, sagt der 28-Jährige.

Dritter Favorit auf den Titel in der Saarlandhalle ist der aktuelle Weltmeister Rob Cross. Der 27-jährige Engländer startete seine Karriere im vergangenen Jahr quasi in Saarbrücken und spielte hier sein erstes European-Tour. Im Halbfinale verlor Cross damals gegen den späteren Finalisten, den Niederländer Benito van de Pas. Die German Darts Open waren für Cross der Auftakt einer atemberaubenden Saison, die er zu Beginn dieses Jahres mit dem WM-Titel in London krönte.



Neben der Stimmung in der Saarlandhalle ist das Drumherum im Saarland für Spieler und Veranstalter ebenfalls ein Genuss. „Die Wege zum Flughafen, zu den Hotels und zur Saarlandhalle sind hier extrem kurz und ideal für die Spieler. Die Größe der Halle und auch die Logistik ist perfekt für ein Darts-Turnier“, lobt PDC-Sprecher Junker den Austragungsort.

Anreise und Hotels spielen für Gabriel Clemens nur eine untergeordnete Rolle. Der 34-Jährige aus dem saarländischen Honzrath ist nach Max Hopp und Martin Schindler der derzeit drittbeste deutsche Dartsspieler. Am Donnerstagabend war Clemens als einer von vier Deutschen in der Qualifikation aktiv und hoffte, sich für das heute startende Hauptfeld (ab 13 Uhr) zu qualifizieren. Doch sein Plan ging nicht auf – er musste früh die Segel streichen. Dabei war die Form gut. Beim Turnier in Leverkusen hatte Clemens, der aktuell auf Platz 85 der Weltrangliste steht, erst in der zweiten Runde gegen den englischen Weltklasse-Spieler Mervyn King (Nummer 21 der Welt) verloren.

Während alle Abendveranstaltungen der German Darts Open bereits ausverkauft sind, gibt es für die Nachmittagsveranstaltungen (von 13 bis 17 Uhr) an allen drei Tagen noch Eintrittskarten an der Tageskasse. Heute kostet die Karte in der Kategorie 2 sechs Euro und der Kategorie 1 zehn Euro, am Samstag und Sonntag jeweils 16 und 24 Euro.