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Fußball-Bundesliga
Labbadia sucht Schutzraum für sich und seine Profis

Wolfsburg. VfL Wolfsburg trifft heute Abend auf den FC Augsburg.

Im personellen Erdbeben, das den mächtigen Volkswagen-Konzern erfasst hat, sucht Bruno Labbadia für sich und die Profis des VfL Wolfsburg einen sportlichen Schutzraum: Der erste Heimsieg seiner Ägide als Trainer bei den Niedersachsen heute (20.30 Uhr/Eurosport-Player) gegen den FC Augsburg wäre da ein wichtiger Baustein im Kampf um den Klassenverbleib.


„Jeder Sieg tut einem sehr gut. Wir wollen da anknüpfen, wo wir in den letzten Wochen waren. Geschlossen arbeiten mit vollem Fokus, das muss das A und O in unserem Spiel sein“, sagte der 52-Jährige. So gelang auch in der vergangenen Woche der 2:0-Auswärtssieg beim SC Freiburg.

Jetzt muss und soll nachgelegt werden, doch die ersten beiden Heimpartien mit Labbadia gingen verloren. Gerade vor eigener Kulisse dürfen sich die Wölfe keine weitere Niederlage leisten. „Wir müssen zu 100 Prozent da sein und den Gegner mit hoher Intensität unter Druck setzen“, sagte Labbadia.

Helfen könnte dabei, dass sich mehr personelle Alternativen anbieten als in den vergangenen Wochen. Mehrere weitgehend genesene Leistungsträger üben mehr und mehr Druck auf die Startformation aus. Es war so voll wie schon lange nicht mehr auf dem VfL-Trainingsgelände, „ein neuer Rekord“, wie Labbadia scherzte.

Überhaupt noch nicht absehbar ist, ob und wie sich das Stühlerücken an der VW-Spitze auf die finanzielle und damit auch sportliche Zukunft des Ex-Meisters auswirken wird. Es könnte zu Sparmaßnahmen kommen. Und selbst bei erfolgreich bestandenem Abstiegskampf ist es möglich, dass die Zeit von Labbadia wieder zu Ende geht.



Gemessen an den Turbulenzen in Wolfsburg können die Gäste mit einer guten Portion Gelassenheit in die Partie gehen. Bei neun Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 ist der Abstieg bei den Schwaben kein ernsthaftes Thema mehr. Dennoch: Auf die leichte Schulter nimmt Trainer Manuel Baum die Partie, seine 50. in der Bundesliga, nicht: „Der Klassenverbeib ist unsere deutsche Meisterschaft. Wir wollen ihn so schnell wie möglich.“